Die Suche nach Verstärkung in der Offensive geht weiter. Trainer Myron Markevytsch ist optimistisch, noch vor Ende der Transferperiode einen neuen Stürmer verpflichten zu können. Dabei wird es sich wohl um einen Legionär handeln.
Wir hatten berichtet, dass die Verpflichtung eines jungen brasilianischen offensiven Mittelfeldspielers, Kauan Marlon, unmittelbar bevorstehe. Dazu wird es nicht kommen. Trainer Markevytsch erklärte in einem kurzen Interview für SportUA die Gründe:
Was den Brasilianer betrifft, den wir zum Vorspielen bei uns hatten, haben wir beschlossen, ihn nicht zu verpflichten. Aufgrund seines jungen Alters kann er uns nicht helfen, und wir brauchen Spieler, die uns jetzt schon nützen.
Gleichwohl hat der Trainer bei der Suche nach einem Angreifer die Hoffnung nicht aufgegeben:
Dennoch bemühen wir uns bei Karpaty um die Verpflichtung eines weiteren Legionärs für den Sturm, bevor das Transferfenster schließt. Wobei es aber schwierig ist, etwas zu versprechen. Hier ist etwa, wie man so sagt, das letzte Beispiel: Für einen Neuankömmling war bereits das Ticket für die Anreise gekauft, wir hatten schon organisiert, wer ihn treffen würde, aber buchstäblich im letzten Moment traten Hindernisse auf, und es kam nicht zur Unterzeichnung des Vertrags. Und diesen Spieler wollten wirklich. Aber dennoch hoffe ich, dass es uns in den nächsten Tagen noch gelingt, uns mit einem abschlussstarken Stürmer zu verstärken.
Es ist offensichtlich, dass die Suche nach Verstärkung hauptsächlich im Ausland stattfindet. Dass Karpaty Lviv in relativer Sicherheit vor dem Krieg arbeiten können und der Verein über ausreichend Geld verfügt, um Legionäre zu bezahlen, ist hier natürlich ein Wettbewerbsvorteil der Konkurrenz gegenüber.
Dass trotz der bisher guten Bilanz in der laufenden Saison dringend Verstärkung benötigt wird, ist aber aufgrund der Situation im Kader mehr als deutlich: aktuell ist Igor Neves vorn im Sturmzentrum gesetzt, und als Backup steht allein der Nachwuchsspieler Vadym Sydun zur Verfügung. Sollte sich der Brasilianer verletzen, hätte die Mannschaft ein riesiges Problem. Zudem kann man auch angesichts der bisher gesehenen Spiele argumentieren, dass er auch ziemlich gut auf der „falschen 9“ agieren könnte, was die Position in der Sturmspitze für einen körperlich dominanteren Spielertypen öffnen würde.
Noch haben wir einige wenige Tage Zeit. Bis zum Spiel gegen Epicenter nächste Woche werden wir mehr wissen.

