Volyn‘ – Karpaty: Spielbericht und Resultat

Heute spielten Karpaty das entscheidende Rückspiel um den Klassenerhalt in Luts’k bei Volyn‘. Das Hinspiel war 0:0 ausgegangen, insofern war klar, dass beide Mannschaften mindestens ein Tor erzielen mussten, wobei Karpaty ein nicht torloses Unentschieden reichen würde.

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

System und Aufstellung waren gegenüber dem Hinspiel wenig, aber offenbar durchdacht verändert. Gespielt wurde wieder 3:4:3 mit Kuchynskyj im Tor, der Dreierkette aus Fedetskyj, Kovtun und Mehremic, davor Di Franco, Klyots, Hongla und dem zurückgekehrten Miroshnichenko sowie im Sturm Myakushko, Ponde und Hutsulyak. Diese Aufstellung trug ganz offenbar der Tatsache Rechnung, dass Di Franco im Mittelfeld wertvoller war als als Rechtsaußen.

Auf der Bank saßen Torwart Penkov, Innenverteidiger Avramenko, die Wingbacks Slyva und Busko, Tolochko für das zentrale Mittelfeld sowie Lyakh und Debelko für die Offensive. Mendez, der nach seiner Einwechselung eigentlich eine ordentliche Leistung gezeigt hatte, war nicht im Kader. Weiterlesen

Karpaty – Volyn‘: 0:0

Heute spielten Karpaty ihr Hinspiel des Relegations-Playoffs zuhause gegen Volyn‘. Dieses westukrainische Derby hatte in der UPL eine Tradition, bevor Volyn‘ vor einigen Jahren abstieg. Den Kadern nach sollte eigentlich alles klar sein, aber was war das schon nach dieser katastrophalen Saison. Das Stadion „Ukrajina“ war trotz freien Eintritts und Aufrufe verschiedener Fangruppen, die Mannschaft zu unterstützen, zwar voller als sonst, doch waren dennoch viele Ränge leer geblieben.

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Die Aufstellung war nach dem Spiel letzte Woche gegen Arsenal verändert. Es gab ein 3:4:3 mit Kuchynskyj im Tor, davor Fedetskyj, Kovtun und Mehremic, im Mittelfeld Myakushko, Klyots, Hongla und Busko, im Sturm Di Franco, Ponde und Hutsulyak.

Auf der Bank saßen Torwart Penkov, der junge Innenverteidiger Avramenko, Wingback Slyva, Mittelfeldspieler Tolochko sowie die Offensivspieler Lyakh (ebenfalls ein Nachwuchsspieler), Mendez und Debelko. Miroshnichenko, der in den letzten Wochen stark gespielt hatte, fehlte. Ebenfalls die erfahrenen Innenverteidiger Nesterov und Gueye, der heute erst den Club verlassen hatte, waren nicht im Kader. Weiterlesen

Gerücht: Myakuschko will weg – und könnte ablösefrei

Karpaty werden vermutlich nach Abschluss der laufenden Saison einen weiteren Leistungsträger verlieren, und zwar ablösefrei – der Vertrag von Serhij Myakuschko endet am 30. Juni und ist offenbar nicht verlängert worden.

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Serhij Myakushko, Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Myakuschko war nach dem Weggang von Marian Shved nach Glasgow neben Mittelstürmer Cristian Ponde der einzige einigermaßen treffsichere Offensivspieler und wegen seiner Distanzfreistöße gefürchtet.

Wie das ukrainische Sportportal спортивка auf twitter mitteilte, soll Myakuschko bereits nach dem Spiel gegen Desna in privaten Gesprächen geäußert haben, dass er den Club verlassen will. Sollte sich diese Meldung bewahrheiten, verliert der Club einen Schlüsselspieler und wird in der kommenden Saison – egal ob erst- oder zweitklassig – mit einem großangelegten Neuaufbau beginnen müssen.

[Nachtrag:] Heute wurde der Spieler auf der Vereins-Homepage wie folgt zitiert:

Ich möchte allen versichern, dass ich mit niemand anderem als der Clubleitung über meine Zukunft gesprochen habe. Das [die Meldung] stimmt nicht, ich hatte keine Gespräche mit anderen Vereinen. Ich will keine Missverständnisse – alle meine Gedanken bei Karpaty. Vor uns liegen zwei sehr wichtige Spiele, auf die ich mich so gut wie möglich konzentriere.

Hier ist allerdings zu beachten, dass im Ursprungsbericht ja gar nicht die Rede davon gewesen war, dass Myakuschko mit einem anderen Club gesprochen habe – vielmehr hatte er im privaten Kreis geäußert, Karpaty verlassen zu wollen. Warten wir ab, was Ende des Monats passiert.

Arsenal – Karpaty: 2:3

Heute spielten Karpaty ihr letztes Spiel der UPL-Abstiegsrunde auswärts bei Arsenal Kyiv. Dieses Spiel stellte eine letzte, wenn auch theoretische Chance, die Relegationsspiele doch noch zu vermeiden, statt – Karpaty mussten gewinnen und Olimpik im gleichzeitig stattfindenden Spiel bei Vorskla verlieren. Dies war auch das erste Spiel nach dem Abschied von Trainer Fabri, der aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt verkündet hatte. Für den Gegner ging es heute ebenfalls um alles, da sie durch einen Sieg heute bei gleichzeitig einem Unentschieden oder einer Niederlage von Chornomorets‘ im gleichzeitig stattfindenden Spiel gegen Desna vom letzten Platz, der den sicheren Abstieg bedeutet, entkommen konnten.

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Die Aufstellung war wie zuletzt auch unter Fabri ein 4:3:3 mit Kuchynskyj im Tor, davor einer Viererkette aus Miroshnichenko, Papa, Nesterov und Kovtun, einem Dreiermittelfeld aus Di Franco, Klyots und Hongla und dem Sturm aus Myakushko, Ponde und Hutsulyak.

Auf der Bank saßen Torwart Penkov, die Verteidiger Mehremic und Fedetskyj, Wingback Busko, Mittelfeldspieler Tolochko und aus der Offensivabteilung Mendez und Debelko. Weiterlesen

Viktor Vatsko: Gut, dass Fabri weg ist

In einem Kommentar auf Facebook zeigt sich Sportjournalist Viktor Vatsko nicht traurig über den vorzeitigen Abschied von Trainer Fabri González.

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Viktor Vatsko, Photo: Wikipedia, Lizenz: Creative Commons

Er schreibt u.a., dass Insiderberichten zufolge Fabri die Mannschaft absolut nicht geführt habe, keinen Plan für die Organisation des Trainings gehabt habe und Übungen oft praktisch unterwegs ausgedacht worden seien. Weiterhin habe er Disziplinlosigkeiten ihm gegenüber durch von „Stars“ der „Fremdenlegion“ (gemeint sind hier die ausländischen Spieler) und auch Verspätungen von Yoda und Hongla hingenommen, ohne dass je einer der Spieler dafür bestraft worden sei. Aber das sei nur eine kleine Kuriosität. Weiterlesen

Offiziell: Trainer Fabri zurückgetreten

Fabri González ist offiziell von seinem Posten zurückgetreten. Für den Rest der Saison übernimmt Techniktrainer Oleksandr Chyzhevskyj das Training der Mannschaft.

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Fabri González, Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Wie auf der Clubhomepage berichtet wurde, hatte der Trainer bereits unmittelbar nach dem Spiel gegen Olimpik erklärt, dass er nicht weiter machen konnte. Er brauche medizinische Versorgung und Ruhe.

Bei den letzten Spielen war die emotionale Anspannung Fabris bereits mehr als deutlich geworden, wie er mit großer Leidenschaft von der Seitenlinie auf das Spiel Einfluss zu gewinnen versuchte. In seinem Interview vom Wochenende hatte er erklärt, dass ihm beim Spiel gegen Olimpik mehrmals schwindelig geworden sei und er schlicht keine Kraft mehr zum Weitermachen habe.

All das macht die Situation für die Mannschaft natürlich nicht einfacher. Andererseits liegt die Verantwortung nun einmal ultimativ bei der Mannschaft, die eigentlich stark genug sein sollte, die fast sicher bevorstehenden Relegationsspiele siegreich zu überstehen.