Francisco Di Franco fest verpflichtet

Der Argentinier Francisco Di Franco ist einer der erfolgreicheren “Spanier”, die in der letzten Saison für das “Los Karpatos” Projekt nach Lviv gekommen war.

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Francisco Di Franco, Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Der offensive Mittelfeldspieler war von Boca Juniors II mit Kaufoption geliehen worden und hatte sich in der abgelaufenen Saison mit starken Vorstellungen einen Stammplatz erspielt. Karpaty haben nun die Kaufoption gezogen und Di Franco für drei Jahre fest verpflichtet.

Somit wäre Teil 1 der Mission “Mannschaft zusammenhalten”, die Vizepräsident Oleh Smalijchuk kürzlich verkündete – der schwierigere Teil, nämlich den Star der Mannschaft, Jorge Carrascal nach seiner Leihe (angeblich auch mit Kaufoption) fest unter Vertrag zu nehmen, steht noch aus.

Gerücht: Sportdirektor Dario Drudi will Karpaty verlassen

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Dario Drudi, Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Sportdirektor Dario Drudi ist eine umstrittene Personalie. Erst kürzlich warf ihm der Trainer Igor Jaworskij vor, ein “Betrüger” zu sein, weil er angeblich neben seiner Rolle als Sportdirektor auch Agent sei. Es ist über die letzten Monate auch stets spekuliert worden, ob nicht in Wirklichkeit er statt Trainer Oleg Boychyshyn die Mannschaft leite.

Nun melden verschiedene Quellen, etwa die ukrainische Webseite FootballHubUA, dass Drudi letzte Woche nach dem Spiel bei Zirka in der Umkleidekabine eine heftige Auseinandersetzung mit Vizepräsident Oleh Smalijchuk gehabt habe, die beinahe handgreiflich geworden sei. Drudi warf Smalijchuk eine ganze Reihe von Fehlern bei der Organisation im Club vor. Anschließend erklärte er, dass dies sein letztes Spiel für Karpaty gewesen sei, verabschiedete sich von der Mannschaft und erklärte, es sei einfach “unglaublich”, wie sie es geschafft habe, nach den Punktverlusten am Anfang der Saison doch noch genug Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Es scheint, als müssten wir auf die vorgestern angekündigten Überraschungen, Gerüchte und Skandale nicht erst auf den eigentlichen Beginn des Transferkarussells warten, bei unserem Club ist immer etwas los!

Karpaty – Stal’: 3:0

Heute spielten im letzten Gruppenspiel der Abschiedsrunde Karpaty zu hause gegen Stal’. In diesem Spiel ging es für beide Mannschaften ums Überleben – Karpaty wollten ihren Dreipunktevorsprung auf den 10. Platz, der Relegation bedeutet, verteidigen, während Stal’ im Fernduell mit Chornomorets’, die parallel Zirka empfingen, versuchte, sich vom sicheren Abstiegsplatz 12 wenigstens auf den Relegationsplatz 11 zu retten. Beide Mannschaften, Karpaty und Stal’ haben eine ähnliche, ein flüssiges Passspiel bevorzugende, Spielanlage, wobei normalerweise Karpaty stärker ist, aber was war heute schon normal.

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Beide Mannschaften hatten Personalsorgen, die gravierenderen aber wohl Karpaty, bei denen das Herz der Mannschaft, Jorge Carrascal, sowie der erfahrene zentrale Mittelfeldspieler Christian Erbes und Verteidiger Ivan Lobaj wegen Sperre ausfielen. Entsprechend fanden sich heute auch einige ungewohnte Namen im Kader. Das Spielsystem war das mittlerweile gewohnte 3:4:1:2 mit Shevchenko im Tor, Miroshnichenko, Fedetskyj und Lebedenko als Dreierkette, davor Myakushko, Verbnyj, Routinier Holodyuk und Hutsulyak im Mittelfeld, Di Franco als hängende Spitze und Remenyuk und Shved vorn. Weiterlesen

Die Lage vor dem letzten Spieltag

Vor dem letzten Spieltag am nächsten Wochenenede ist es für vier Mannschaften noch spannend. Dabei geht es für jeweils zwei Mannschaften um Unterschiedliches. Am Ende der Saison wird der Tabellenletzte direkt absteigen, während die Plätze 11 und 10 in eine Relegationsrunde führt.

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Torwart Oleksij Shevchenko, Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Karpaty und Zirka spielen untereinander den 9. Platz, der die sichere Rettung bedeutet, aus. Karpaty haben 3 Punkte Vorsprung, aber ein schlechteres Torverhältnis.

Chornomorets’ und Stal’ hingegen können den 9. Platz rechnerisch nicht mehr erreichen. Sie sind punktgleich, und für sie geht es nun darum, den letzten Platz, der den direkten Abstieg bedeutet, zu vermeiden und sich auf den vorletzten Platz zu retten.

Interessanterweise spielen nun Zirka auswärts bei Chornomorets’ und Karpaty zu hause gegen Stal’, das heißt, dass genau die vier Mannschaften, für die es noch um etwas geht, das untereinander werden ausmachen können. Das ist in der Tat eine spannende Ausgangslage.

Karpaty wären mit einem Punkt sicher gerettet, während Zirka bei einer gleichzeitigen Karpaty-Niederlage gewinnen müsste, dann aber wegen des besseren Torverhältnisses den 9. Platz erreichen würde.

Sowohl Chornomorets’ als auch Stal’ haben sich in den letzten Wochen deutlich gesteigert gezeigt, so erreichte Chornomorets vor einer Woche zu hause gegen Karpaty einen hochverdienten Punkt, während sie sich im Hinspiel in Lviv noch fast kampflos ergeben hatten. Stal’ hatte wie der sichere Letzte ausgesehen, sich aber mit starken Vorstellungen wieder an die vorletzte Position herangearbeitet.

Es dürfte klar sein, dass weder für Zirka noch für Karpaty das letzte Spiel ein Spaziergang wird. Alle müssen dringend punkten, wobei nur Karpaty ihr Schicksal sicher selber bestimmen können – nur haben die auch in den letzten drei Spielen nicht gewinnen können und müssen im letzten Spiel auf ihren wichtigsten Spieler, Jorge Carrascal, verzichten, der gelbgesperrt fehlen wird.

Für nächste Woche können wir uns also auf einen Showdown mit offenem Ausgang einstellen.

Zirka – Karpaty: 1:1

Heute spielten Karpaty ihr vorletztes Spiel dieser Saison auswärts bei Zirka. Das Hinspiel hatten sie knapp gewonnen, und es galt, den Dreipunkteabstand auf den heutigen Gegner zur Relegationszone zu verteidigen. Durch einen Sieg wäre man auf jeden Fall gerettet.

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Spielsystem und Aufstellung waren gegenüber den letzten Wochen weitgehend unverändert. Es wurde in einem 3:4:1:2 gespielt mit Shevchenko im Tor, Miroshnichenko, Fedetskyj und Lobaj in der Verteidigung, dann Myakushko, Erbes, Verbnyj und Hutsulyak im Mittelfeld, Di Franco als hängende Spitze und Carrascal und Shved im Sturm. Bemerkenswert ist hier, dass Fedetskyj in die zentrale Verteidigung gerückt wurde und Nesterov nicht im Kader stand.

Auf der Bank saßen Torwart Mysak, Verteidiger Lebedenko, Mittelfeldspieler Chachua und Holodyuk sowie Stürmer Vargas, Sanchez und Remenyuk; hier war also wie auch in den Wochen davor ein wenig rotiert worden. Weiterlesen