[2024/2025 – Pokal] Rukh – Karpaty: 1:0

Heute kam es gleich eine Woche später zum zweiten Derby mit Rukh, dem Club aus der Vorstadt Vynnyky – dieses Mal im Pokal. Nachdem das Spiel in der Liga überraschend mit 1:0 gewonnen worden war, konnte erwartet werden, dass der Gegner heute besonders motiviert antreten würde.

Auch heute stand ein Wiedersehen an mit den besten Produkten der Karpaty-Akademie, die Ruhk in den Jahren 2020/2021, als der alte PFK Karpaty unterging, umsonst oder für sehr wenig Geld verpflichten konnte. Dem Sieger winkte der Einzug ins Viertelfinale.

Enttäuscht: Oleh Otscheret’ko

Trainer Lupaschko ließ sein gewohntes 4:1:4:1 spielen. In der Startaufstellung standen die selben Spieler wie vor 8 Tagen im Ligaspiel gegen den selben Gegner:

Auf der Bank saßen ebenfalls die selben Spieler wie im Ligaspiel:

Das Spiel begann mit einer großen Chance für Rukh bereits nach 2 Minuten, als nach einem Fehlpass von Miroschnitschenko Krasnopir allein vor dem Tor zum Schuss kam, den Ball aber am herausstürmenden Kemkin und dem Tor vorbei setzte. Das war der Startschuss zu einer erneut hin und her wogenden Auseinandersetzung, die im Verlauf sehr an das Spiel vor einer Woche erinnerte: Rukh stürmte mit Tempo und Wucht nach vorn, Karpaty bemühten sich um Kontrolle und setzten mehr auf Kombinationsspiel.

Es gab in der Folge auf beiden Seiten eine ganze Reihe Chancen, die aber zum Teil durch Pech und zum Teil durch Abschlussschwäche zu keinem zählbaren Resultat führten. Es ging nach temporeichen 45 Minuten torlos in die Pause.

Nach Wiederanpfiff ging es ohne personelle Änderungen weiter. Das Spiel blieb hart umkämpft und temporeich. Das ganze ging hin und her, und beide Teams hatten Chancen, in Führung zu gehen. Es gelang schließlich nach 78 Minuten Rukh: Otscheret’ko hatte bei einem Dribblingversuch im Mittelfeld den Ball verloren, und ausgerechnet der im falschen Trikot spielende Denys Pidhurskyj zog aus großer Distanz ab, traf den Ball ideal, und es stand 1:0.

Trainer Lupaschko reagierte sofort, brachte mit Ustymenko für Igor Neves, Schakh für Stênio und Kostenko für Otscheret’ko und kurz darauf Klymenko für Tschatschua frische Kräfte. Karpaty machten in den Schlussminuten und der Nachspielzeit noch kräftig Druck, aber es reichte nicht.

Fazit

Dieses Spiel war praktisch ein Spiegelbild des Spiels der letzten Woche. Diesesmal hatte leider der Vorortclub das besser Ende für sich – aber da dies im Grunde ein Spiel Karpaty gegen Karpaty war und sowohl letzte als auch diese Woche nur Karpaty-Spieler Tore erzielten, muss man wohl damit leben können.

Einen unangenehmen Nachgeschmack hatte die Tatsache, dass Karpaty einen Tag weniger zur Regeneration nach dem letzten Ligaspiel vom Samstag hatten als Rukh, welches bereits am Freitag gespielt hatte. Das war im Vorfeld bereits kritisiert worden, ohne dass dies an der Spielansetzung etwas geändert hätte. Tatsächlich ließ bei den Grünweißen in der zweiten Hälfte deutlich die Konzentration und Kraft nach, was durchaus ein entscheidender Faktor für den Spielausgang sein mochte.

Karpaty „dürfen“ sich nun ganz auf die Liga konzentrieren. Am Samstag geht es gegen Livyj Bereh, eine sehr defensiv spielende Mannschaft aus dem Tabellenkeller. Das wird ganz andere Herausforderungen mit sich bringen. Und ein weiteres Spiel gegen den Lokalrivalen wird es in der Rückrunde auch noch geben.