Heute, gleich einen Tag nach der knappen Niederlage gegen Termalica Nieciecza ging es heute weiter ins nächste Sparring. Gegner war der Vierte der ersten bosnischen Liga, FK Zeljeznicar Sarajevo.

Nach der gestrigen Partie wurde kräftig gewechselt. Das Spiel begann mit dieser Aufstellung:
- Nasar Domtschak (TW)
- Oleksij Sytsch (RV)
- Jean Pedroso (RIV)
- Tymur Stetskov (LIV)
- Vladyslav Klymenko (LV)
- Pablo Álvarez (ZDM)
- Ambrosij Tschatschua (RZM)
- Bruninho (LZM)
- Yevhen Pidlepenets‘ (RW)
- Ihor Krasnopir (MS)
- Artur Schakh (LW)
Im Laufe des Spieles kamen noch Stênio, Oleh Fedor, Pavlo Polehenko, Artem Kolesnyk, Mykola Kyrytschok und Vladyslav Resnik zum Einsatz.
Karpaty gingen bereits nach 5 Minuten in Führung – Krasnopir erlief sich kurz nach der Mittellinie einen Rückpass und war dann zu schnell für seinen Gegenspieler, lief allein aufs Tor zu und erzielte das 1:0. Das war beeindruckend und ließ Hoffnung aufkommen, war doch die Mittelstürmer-Position bei den Grünweißen in der bisherigen Saison ein ziemliches Problem gewesen.
Karpaty waren fortan auch die tonangebende Mannschaft, und es dauerte nur 10 weitere Minuten, bis es schon 2:0 stand: Bruninho dribbelte sich in den Strafraum hinein, sein Schuss traft den Pfosten, und Klymenko hatte keine Mühe, den zurückprallenden Ball im Tor unterzubringen.
Es blieb unterhaltsam. Nach 28 Minuten stand es nur noch 2:1, Matej Cvetanoski hatte durch einen sehenswerten Weitschuss von links Torwart Domtschak keine Chance gelassen. In der folgenden Viertelstunde passierte nicht mehr viel, und es ging mit der knappen Führung in die Pause.
Es ging ohne personelle Änderungen in die zweite Hälfte. Zeljeznicar Sarajevo kam besser ins Spiel und wirkte stärker als Karpaty, die sich größtenteils in der Defensive fanden und auf Konter setzen mussten. Das änderte sich über den weiteren Verlauf des Spiels auch wieder, und am Ende waren beide Mannschaften weitgehend auf Augenhöhe. Das täuschte aber nicht darüber hinweg, dass das Spiel ein wenig abgeflacht war und es nicht mehr im selben Ausmaß Torgelegenheiten gab. Kurz vor Schluss wechselte Trainer Lupaschko ein wenig durch und gab u.a. dem Jugend-Torhüter Artem Kolesnyk einige Spielminuten. Der musste in der Nachspielzeit dann noch hinter sich greifen, als nach unübersichtlicher Situation im eigenen Strafraum Afan Foco zum 2:2 Ausgleich traf.
Das war aber noch nicht alles. Es ging weiter, und Karpaty griffen noch einmal an. Nach einem kleinen Pingpong abprallender Bälle bekam schließlich Polehenko aus 14 Metern zum Schuss und schoss an Freund und Feind vorbei zum 3:2 Endstand.
Der heutige Gegner war deutlich weniger stark als Bohemians letzte Woche und Termalica gestern. Diese Unterschiede sind natürlich bedingt durch die Klasse der jeweiligen heimischen Ligen, und es wird nicht nur bei Europapokalspielen sondern auch in Sparrings der Clubs deutlich, dass die ukrainische Liga über die letzten Jahre – natürlich vor allem bedingt durch den Angriffskrieg Russlands – in der Rangliste ein wenig abgerutscht ist.
Das Ergebnis des heutigen Spiels war natürlich nicht wichtig. Allerdings könnte man doch anmerken, dass man diesen Gegner eigentlich deutlicher hätte schlagen können. Nun ist natürlich noch einiges an Einspielen mit dem veränderten Kader notwendig, was ja auch der Grund für ein Trainingslager ist. Es gibt nun wieder eine Pause von einer Woche, bevor es am 7. Februar gegen den geortischen Erstligisten Dinamo Batumi geht.
