Heute spielten Karpaty beim Aufsteiger Kudrivka, der sich bisher stark gezeigt hatte und deutlich vor den Grünweißen in der Tabelle stand. Für Karpaty ging es darum, endlich den ersten Sieg einzufahren und in der Tabelle zumindest aus der Schlussgruppe herauszugelangen.

Bei Karpaty fehlten nach wie vor Tymur Stets’kov, Oleksij Sytsch und Andrij Bulesa. Erneut bekam Andrij Klishchuk den Vorzug vor dem Nachwuchstorhüter Nasar Domtschak:
- Andrij Klishchuk (TW)
- Pavlo Polehenko (RV)
- Vladyslav Babohlo (IV)
- Jean Pedroso (IV)
- Denys Miroschnitschenko (LV)
- Pablo Álvarez (ZDM)
- Artur Schakh (LZM)
- Bruninho (RZM)
- Ambrosij Tschatschua (LZM)
- Paulo Vitor (LW)
- Ihor Krasnopir (MS)
Auf der Bank saßen:
- Nasar Domtschak (TW)
- Roman Mysak (TW)
- Mykola Kyrytschok (RV)
- Volodymyr Adamyuk (IV)
- Fabiano (RW)
- Igor Neves (MS)
- Ilya Kvasnytsya (LW)
- Oleh Fedor (ZAM)
- Vladyslav Klymenko (ZM)
- Yaroslav Karabin (RW)
- Jurij Kokodynyak (RV)
- Diego Palacios (LV)
Während des Spiels kamen noch Volodymyr Adamyuk (Paulo Vitor), Fabiano (Artur Schakh), Vladyslav Klymenko (Denys Miroschnitschenko), Oleh Fedor (Pablo Álvarez) zum Einsatz.

Das Spiel begann für Karpaty direkt katastrophal. Es waren drei Minuten gespielt, der Ball wurde aus dem Halbfeld hoch in den Strafraum geschlagen, Torwart Klishchuk kam aus dem Tor und verfehlte den Ball komplett, woraufhin Kudrivka-Linksverteidiger Valerij Rohosynskyj mühelos zum 1:0 einköpfen konnte.
Aber es kam noch schlimmer. Nach 26 Minuten brachte Babohlo bei einem Kudrivka-Konter seinen Gegenspieler kurz vor dem Strafraum zu Fall. Obwohl noch auf gleicher Höhe Jean Pedroso positioniert war, entschied der Schiedsrichter nach VAR-Überprüfung, dass dies das Verhindern einer klaren Torchance war, und Babohlo sah glatt rot.
Karpaty bestimmten auch zu zehnt über weite Strecken das Spiel, aber jeder Fehler sorgte unmittelbar für Gefahr. Und es war erneut Kudrivka, das traf – kurz vor der Halbzeit hatte Bruninho einen kompletten Blackout, als er den Ball von kurz vor dem eigenen Strafraum direkt zu Klishchuk zurückspielen wollte, der dann aber von Andrij Stortschous abgefangen und mühelos zum 2:0 eingeschoben werden konnte. Mit diesem Stand ging es in die Pause.
Die zweite Hälfte begann für Karpaty positiver. Es waren 53 Minuten gespielt, Bruninho brachte nach einem schönen Dribbling den Ball in den Strafraum, und nach einem Abpraller kam Álvarez zum Nachschuss, der saß – 2:1.
Danach drängten Karpaty weiter auf den Ausgleich, und ein großer Teil des Spiels fand in der Kudrivka-Hälfte ab. Aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Es gab Nachspielzeit, und die Versuche der Grünweißen wurden immer verzweifelter. Schließlich, praktisch unmittelbar vor dem Schlusspfiff, kam Jean Pedroso rund 22 Meter vor dem Tor an den Ball und zog aus der Distanz ab – unhaltbar ins rechte Eck, und es stand 2:2. Bei diesem Stand blieb es schließlich.
Fazit
Statt des ersten Dreiers gab es wieder nur einen Punkt. Karpaty standen sich heute vor allem selbst im Weg. Zwei Gegentore durch individuelle Fehler gegen einen schlagbaren Gegner und außerdem 60 Minuten in Unterzahl kosteten schließlich einen möglichen Sieg.
Torwart Klishchuk ging ja schon vorher ein wenig der Ruf voraus, immer mal wieder für einen Fehler gut zu sein. Das war heute so ein Tag. Das 1:0 ging auf seine Kappe. Ob dies ein Argument sein könnte, doch wieder Nasar Domtschak – der schließlich in seinen zwei Spielen keine spielentscheidenden Fehler gemacht hatte – den Vorzug zu geben?
In zwei Wochen geht es dann zu hause gegen den nächsten Aufesteiger, FK Poltava. Bis dahin werden die Grünweißen leider auf einem Relegationsplatz verbringen müssen.
