Der 23-jährige Innenverteidiger war nur in einem Spiel für die zweite Mannschaft zum Einsatz gekommen. Der Verein gab heute seine Vertragsauflösung bekannt.
Wie der Verein heute mitteilte, werden die Stürmer Ihor Karpenko und Andrij Remenyuk erneut verliehen und somit den Rest der Saison nicht bei Karpaty verbringen.
Karpenko kehrt in die zweithöchste ukrainsiche Spielklasse zu Volyn Lutsk zurück, während Remenyuk eine Spielkasse niedriger zum FK Kalusch wechselt.
Beide Spieler hatten in der Saisonvorbereitung regelmäßig gespielt und auch gute Leistungen gezeigt, sind dann aber durch Neuzugänge, wie etwa Hisham Layous und João Diogo Jennings in der internen Hackordnung wieder etwas nach unten gerutscht. Da beide Spieler als talentiert gelten, sollen sie lieber Spielpraxis sammeln als bei der ersten Mannschaft auf der Bank zu sitzen.
Die Kaufsumme beträgt 3.5 Mio Euro, wobei 500.000 als bereits bezahlte Leihgebühr abgezogen werden. Karpaty hatten letztes Jahr 2 Mio Euro Ablöse an Carrascals alten Club, FC Sevilla B, überwiesen, womit netto immerhin noch 1.5 Mio Euro bleiben. Weiterhin hat der Club Anspruch auf 10% der Ablöse, sollte Carrascal von seinem neuen Club in der Zukunft verkauft werden.
Somit haben Karpaty nun schon den zweiten luxemburgischen Nationalspieler unter Vertrag und sind im Defensivbereich zumindest quantitativ mehr als großzügig ausgestattet.
Wie das luxemburgische Portal L’essentiel berichtet, steht ein weiterer luxemburgischer Nationalspieler kurz vor einem Wechsel zu Karpaty – Tim Hall, 22, Innenverteidiger. Aktuell steht der Spieler bei Pr. Niederkorn in Luxemburg unter Vertrag. Mit 1.90m hat er ein ordentliches Maß für Lufthoheit im Strafraum, und er kann im Verteidigungszentrum, links sowie im defensiven Mittelfeld spielen.
Ob sein luxemburgischer Nationalmannschaftskollege Marvin Martins hier einen Hinweis gegeben hat, darf hier natürlich spekuliert werden.
Der ehemalige ukrainische Nationalspieler (57 Einsätze) blickt auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurück, u.a. über 10 Jahre bei Dauermeister Shakhtar, dann noch einmal zwei Jahre in der Türkei bei Kayserispor. Er dürfte die Aufbabe haben, mit seiner Erfahrung der Abwehr mehr Sicherheit zu geben.
Karpaty haben einen weiteren Angriffsspieler verpflichtet: João Diogo, 20 Jahre, hängende Spitze (alternativ auch Flügelspieler) kommt vom brasilianischen Zweitligisten Figueirense FC auf Leihbasis für ein Jahr. Ob eine Kaufoption vereinbart wurde, ist unbekannt. Es wurde eine Kaufoption vereinbart.
Ein wenig stellt sich hier schon die Frage, welche Strategie der Club bezüglich seiner Offensivsorgen verfolgt. Nach wie vor gibt es im Kader mit Karpenko nur einen einzigen echten Mittelstürmer. Layous wurde gegen Dynamo auf diese Position eingewechselt, kam aber überhaupt nicht zum Zug.
[edit] Laut Transfermarkt hat der Club für den Spieler eine Kaufoption.
Vojković hat zuletzt für Hajduk Split II gespielt und hat einige Spiele für die kroatische U17 bzw. U19 bestritten. Er kann außer im offensiven Mittelfeld auch als Flügelstürmer eingesetzt werden.
Kirylenka war zuletzt bei der Nachwuchsmannschaft von BATE in Weißrussland unter Vertrag gewesen und hatte dort in 15 Spielen 4 Tore erzielt. Der Neue ist vermutlich als Perspektivspieler zu verstehen. Er ist auf der (linken) Außenbahn zuhause, wo bei Karpaty die Konkurrenz aktuell mit Hutsulyak, Méndez, aber auch den Eigengewächsen Remeniuk und Liakh eher groß ist.
Auf der Position, wo wirklich am meisten der Schuh drückt, nämlich im Sturmzentrum, gibt es nach wie vor aktuell nur Karpenko und Ponde, dem zudem noch Wechselabsichten nachgesagt werden.
Ob ich gerne nach Portugal zurückkehren würde? Ja, und ich hoffe, dass das in diesem Transferfenster passieren wird, da die letzte Saison für mich recht erfolgreich war. Die Möglichkeit, nach Portugal zu gehen, besteht, aber es gibt aktuell noch nichts Konkretes. Gefällt mir die Aussicht auf eine Heimkehr? Natürlich gefällt mir diese Möglichkeit sehr gut.
Sollte aus diesem Wunsch Wirklichkeit werden, würden sich die Offensivsorgen beim Club noch verschärfen. Ponde war zwar in den Sparringsspielen nicht mehr erste Wahl, da Rückkehrer Ihor Karpenko auf Anhieb gut einschlug, aber ohne Ponde gäbe es aktuell keine Alternative im Sturmzentrum mehr, und es müsste sicher noch auf dem Transfermarkt agiert werden.