Abgang: Corteggiano

Guido Corteggiano, “Los Karpatos” Legionär und Linksverteidiger, wird den Club verlassen. Er wechselt zum italienischen Viertligisten (!) Lecco. Ehrlich gesagt finde ich das ein wenig unter Wert, denn er war von den ganzen Neuen sicher nicht der schlechteste. Allerdings hat er im neuen System mit drei Innenverteidigern und davor zwei Mittelfeldspielern auf den Außenpositionen keinen Platz mehr gehabt – Innen sind Fedetskyj, Nesterov, Lobaj gesetzt, als Ersatz kam letzte Woche erstmals Senytsya zum Einsatz und spielte gut, und auf der linken Verteidiger-Position sind mit Lebedenko und Osman zwei talentierte Jungspieler in Warteposition.

Insofern ist eine Verkleinerung des Kaders sicher zu begrüßen.

Zugang: Myakushko

Mittelfeldspieler Serhij Myakushko hat unterzeichnet. Er kam ablösefrei von Dynamo. Er scheint ja nicht so ein ganz schlechter zu sein, aber ich weiß leider nichts über ihn. Ich frage mich aber immer noch, was Karpaty mit so einem riesigen Kader wollen, wo es doch vielfach mehr nach Masse als nach Klasse aussieht.

Zugang: Akulinin

Der litauische Mittelstürmer Leonid Akulinin wurde verpflichtet der aktuell vereinslos war. Rein physisch wäre der mit seinen 1.94 Metern schon so ein Spielertyp, wie er aktuell fehlt, aber sein bisheriger Werdegang sieht ja nicht unbedingt nach einer Erfolgsgeschichte aus. Mal sehen, was rauskommt und wenn was rauskommt, wie er sich macht.

Zugänge: Shved und Tkachuk

Stürmer Mariyan Shved (Karpaty-Eigengewächs) und Mittelfeldspieler Jurij Tkachuk kehren nach erfolglosen Versuchen, sich in Spanien zu etablieren, in die Ukraine zurück und haben bei Karpaty unterschrieben.

Von Tkachuk gibt es ein interessantes Interview, in dem er erzählt, warum es für ihn nicht geklappt hat: in Spanien spricht längst nicht jeder englisch, er ist auf seinen Übersetzer angewiesen, versteht im Training Anweisungen nicht usw. Gerade Spanien ist da nicht ohne.

Abgang: Ribas

Stürmer Sebastian Ribas, der gerade erst in dieser Transferperiode gekommen war, verlässt Karpaty schon wieder. Er hatte in den letzten Wochen seinen Stammplatz an Roman Debelko verloren, der allerdings auch nicht wirklich überzeugen konnte. Ich bin gespannt, ob man jetzt etwas bezüglich Serhij Petrov unternimmt.

Ein wenig unklar ist aber auch die Frage, wie es mit dem Club weitergeht. Besitzer Petro Dyminski war vergangene Woche offenbar in einen Unfall verwickelt, bei dem eine 31-jährige Frau ums Leben kam und hat sich Berichten zufolge in die Schweiz abgesetzt.

Zugang: Tissone

Noch ein alter Spanier. Fernando Tissone, 31-jähriger defensiver Mittelfeldspieler, Argentinier mit italienischem Pass, hat unterschrieben. Er war zuletzt vereinslos, hatte vorher bei Malaga gespielt.

Langsam wird es wirklich lustig. Wie viele Spieler wollen sie denn noch für diese Position verpflichten? Es gibt mit Chachua, Klyots, Verbny und Holodyuk vier gute und z.T. schon erfahrene Eigengewächse. Hinzu kamen Tkachuk und Arques und jetzt noch der hier.

Ich neige dazu, mich den Reihen der Meckerer anzuschließen, wenn ich langsam zu dem Eindruck komme, dass diese Saison massenweise eingekauft wurde, aber kaum Qualität dabei ist, wobei gleichzeitig absolute Leistungsträger der Vorsaison (Borovyk, Dytyatyev und Hladky) gehen gelassen wurden. Kopftisch.

Zugang Memeshev, öffentliche Kritik am Trainer

Es geht weiter. Karpaty verpflichten weitere Spieler. Mittelfeldspieler Redvan Memeshev, zuletzt vereinslos, vorher bei Volyn Lutsk, kommt.
Derweil häufen sich (vorhersehbarerweise) die Stimmen derer, die den aktuellen Kurs des Clubs scharf kritisieren und die Entlassung des Trainers fordern.

Fernseh-Kommentator Viktor Vatsko hat noch einmal ordentlich die Keule rausgeholt und das miserable Spiel der Mannschaft angeprangert, dabei schießt er sich auch wie letztes Mal wieder kräftig auf den spanischen Mittelfeldspieler Arques ein.

Der frühere Karpaty-Spieler Ihor Kulchytskyj fordert die Entlassung des Trainers und begründet das u.a. damit, dass Navarro überhaupt nicht die ukrainische Liga kennt und nicht einmal seinen Kader richtig einschätzen kann, was man am Beispiel Fedetskyjs sehen kann, der auf der ungewohnten Mittelfeldposition bei der Niederlage gegen Mariupol nicht gut aussah.