Heute spielten Karpaty im Pokal-Achtelfinale zu hause gegen Oleksandriya, eine Mannschaft, die nach langer UPL-Zugehörigkeit Ende letzter Saison in die Perscha Liha (ukr. 2. Liga) abgestiegen war.

Karpaty gab es weiter Kaderprobleme: Marko Sapuha und Joaquinete fehlten verletzt; Jean Pedroso war gesperrt. Dafür war Vitalij Kholod zum ersten Mal wieder im Kader und Yan Kostenko nach abgesessener Rot-Sperre wieder dabei und auch gleich in der Startformation. Gespielt wurde im üblichen 4:1:4:1- oder auch 4:3:3-System:
- Roman Mysak (TW)
- Iván Calero (RV)
- Vladyslav Babohlo (IV)
- Tymur Stets’kov (IV)
- Rostyslav Lyakh (LV)
- Moha Moukhliss (ZDM)
- Xeber Alkain (RW)
- Fellipe Vieira (RZM)
- Ambrosij Tschatschua (LZM)
- Nasaryj Rusyn (LW)
- Yan Kostenko (MS)
Auf der Ersatzbank saßen:
- Denys Martschenko (TW)
- Anton Zhylkin (TW)
- Denys Miroschnitschenko (RV)
- Svyatoslav Hlyots‘ (ZDM)
- Erik Kalinets‘ (LV)
- Roman Vantukh (RV)
- Vitalij Kholod (IV)
- Volodymyr Antonyuk (ZAM)
- Bruno Iglesias (ZAM)
- Yaroslav Karabin (RW)
- Oleksandr Dyedov (MS)
- Joseph Séry (MS)
Während des Spiels kamen noch Roman Vantukh (Nasaryj Rusyn), Bruno Iglesias (Fellipe Vieira), Oleksandr Dyedov (), Denys Miroschnitschenko (Xeber Alkain) zum Einsatz.

Nachdem es zunächst ziemlich wild hin und her gegangen war, hatten sich Karpaty nach rund 10 Minuten den Gegner langsam zurechtelegt, hatten deutlich mehr Ballbesitz und kombinierten sich vor das gegnerische Tor. Das entwickelte sich immer mehr zu einem Powerplay, was allerdings zu diesem Zeitpunkt eher selten zu Torschüssen reichte.
Nach 25 Minuten zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Bei einer etwas chaotischen Szene im Oleksandriya-Strafraum nach einem Eckstoß hatte Nasar Havrylyuk Babohlo am Bein getroffen, was aber die Oleksandriya-Spieler nicht als elfmeterwürdig empfanden und deshalb wütend protestierten. Ein wenig diskussionswürdig war diese Entscheidung tatsächlich durchaus. Tschatschua trat an und traf – 1:0.
Im weiteren Verlauf blieben Karpaty dominant und bemühten sich, die Führung auszubauen. Das sah bis zum Strafraum auch alles gut aus, aber sie kamen am Ende doch eher selten durch. Nach 41 Minuten lief Kostenko mit dem Ball links in den Strafraum, kam da aber nicht mehr weiter und spielte zurück auf Fellipe, der dann mit Tschatschua einen schönen kleinen Doppelpass hinlegte, und aus 11 Metern traf – 2:0.
Direkt nach Wiederanpfiff kam Oleksandriya zu einem Eckball, der von einem Karpaty-Abwehrspieler mit dem Kopf geklärt wurde. Der Ball landete bei Oleksandr Kosak, der den Ball aus 16 Metern unhaltbar für Mysak direkt ins linke Dreieck feuerte zum 2:1. Kurz danach ging es in die Pause.
Die zweite Hälfte begann bei Karpaty ohne personelle Veränderungen. Das Spiel verlief weiter wie in der ersten Hälfte, und der knappe Vorsprung war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient. Torszenen gab es nach wie vor allerdings eher wenig.
Nach 71 Minuten kamen dann Iglesias und Vantukh für Fellipe und Rusyn. Nach 76 Minuten hatte Mysak seinen großen Auftritt. Oleksandriya hatte einen Eckball, und Andrij Stortschous kam zum Kopfball aus kurzer Distanz, den Mysak mit einem sehenswerten Reflex über das Tor lenken konnte. 10 Minuten vor Schluss gab es die nächsten zwei Wechsel: der junge Dyedov ersetzte Kostenko, und für Xeber kam Miroschnitschenko, der dann gleich mit Calero die Position tauschte.
Es passierte aber nicht mehr viel. Karpaty gewannen knapp, aber verdient mit 2:1 und stehen im Viertelfinale.
Fazit
Dies war ein Arbeitssieg ohne Glanz, aber nach der Serie in der Liga ohne Dreier sollte das heute hoffentlich ein wenig Auftrieb geben. Oleksandriya war letztlich zu schwach, um den Grünweißen gefährlich zu werden, aber doch stark genug, über weite Strecken das Spiel aus dem eigenen Strafraum heraus zu verlagern.
Jetzt gibt es eine kurze Pause zur Erholung, und am Montag, wieder um 17:00 Uhr, geht es dann in der Liga weiter, wo man Kudrivka empfängt.
