Neuzugänge trotz Transfersperre

Das Portal Football Ukraine meint, eine Erklärung gefunden zu haben, wie es Karpaty gelang, trotz des Transferverbots drei neue Spieler zu registrieren. Der Verein hat offenbar hier ausgenutzt, dass, wenn vor einem ordentlichen Gericht Einspruch gegen das Urteil erhoben wird, es für die Dauer erst einmal ausgesetzt wird.

Dennoch bleibt die “Hudyma-Affäre” immer noch ein Damoklesschwert über dem Club. Schlimmer noch, andere ehemalige Spieler sind in der letzten Zeit aufgetaucht, die ähnliche Vorwürfe erhoben. Ob an den Vorwürfen etwas dran ist oder man einfach hofft, angesichts des aktuellen Erfolgs Hudymas, ein wenig auf dem Trittbrett mitfahren zu können, ist freilich ungeklärt.

Ukrainische Vereine sind ja generell bekannt dafür, mit durchaus “kreativen” Verträgen und Bezahlungsmodellen zu arbeiten, um ihre Kader finanziert zu bekommen (was schwer genug ist). Nach allem, was ich zum Thema Hudyma gelesen habe, scheint mir der Verein hier aber im Recht zu sein (Hudyma klagt Boni ein, die er, weil er nicht spielte, auch nicht bekam, die aber in seinem Vertrag einen größeren Teil seines Gesamtgehalts ausmachten), zumindest, solange man nicht zu dem Schluss kommt, dass Verträge wie der seinerzeit mit Hudyma sittenwidrig und somit sowieso nichtig seien.

Verliehen: Tkachuk und Debelko

Zwei Spieler müssen nun auch noch gehen, zumindest für den Rest der Saison. Jurij Tkachuk und Roman Debelko wurden nach Tallin in Estland verliehen. Was Debelko betrifft, war das logisch, da der Club ja gerade noch zwei Offensivkräfte verpflichtet hat. Warum man nun Tkachuk von Ruhk zurückgeholt hat, um ihn gleich wieder zu verleihen, will sich mir nicht ganz erschließen.

Ich warte jedenfalls noch ein wenig ab, ob es nicht noch weitere Änderungen gibt, bevor ich meine Zusammenfassung und Betrachtungen zu den Wintertransfers bei Karpaty verfasse 

Abgang: Khudob’yak

Es gibt einen weiteren Abgang zu vermelden. Clublegende und Kapitän Ihor Khudob’yak verlässt Karpaty. Bisher ist noch nicht bekannt, ob er einen neuen Club hat oder seine Karriere als Spieler beendet.

Er war zuletzt auf dem Platz meist nur noch zweite Wahl, wobei ich mir nicht immer sicher bin, ob das die beste Entscheidung des Trainers war. Aber er ist nun auch schon 32 Jahre alt, und bei seinem Spielstil dürfte das Alter langsam auch seine Spuren hinterlassen.