Sparring: Karpaty – SKF Sered: 3:0

Heute ging es im zweiten Trainingsspiel dieser Winterpause im türkischen Trainingslager gegen den SKF Sered, ein Team aus der unteren Tabellenhälfte der slowakischen ersten Liga, also anders als Slovan Bratislava vor drei Tagen einen deutlich schwächerer Gegner.

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

In der Anfangsformation, wieder einem 4:3:3, standen Torwart Kudryk, in der Verteidigung Yakimets‘ für den verletzten Martins, Veremiyenko, Giorgadze und Slyva, im Mittelfeld Khakhlyov, Tolotschko und Prytula sowie im Sturm Layous, Boiciuc und Lyakh.

Karpaty waren von Beginn an feldüberlegen und gingen nach 6 Minuten durch einen Schuss aus spitzem Winkel von Lyakh in Führung. Das Tor war allerdings weniger selbst herausgespielt als von der Planlosigkeit der gegnerischen Abwehr eingeladen. Danach ging es wie gehabt weiter – der Gegner stellte sich dem Karpaty-Kombinationsspiel nicht allzusehr in den Weg, und bei Ballverlusten wurde aggressives Pressing gespielt, durch das der Ball meist schnell wieder in den eigenen Reihen landete. Es gab dann einige Torchancen, die etwas Zählbares verdient gehabt hätten. Kurz vor Schluss gelang dann das 2:0 nach einem schönen Konter, den am Ende erneut Lyakh abschloss. Damit endete die erste Halbzeit, die angesichts des Gegners aber durchaus ein oder zwei Tore mehr verdient gehabt hätte.

Nach dem Seitenwechsel gab es natürlich wieder einige Wechsel. Für Slyva kam Dubinchak, Hall für Giorgadze, Klyots und Nasaryna für Tolotschko und Khakhlyov, Kadimyan für Lyakh, Jennings für Boiciuc und Arzhanov für Layous. Es dauerte ein wenig, aber nach rund 10 Minuten war das Spiel wieder beim alten: Karpaty waren in der Offensive und dominierten. Nach 75 Minuten erzielte Jennings mit einem schönen Distanzschuss aus etwa 18 Metern das 3:0.

Im Anschluss gab es noch diverse Wechsel: Pasich kam für Yakimets‘, Kirylenko für Prytulya, Tlumak für Arzhanov und schließlich Horokh für Kudryk. Am Resultat änderte das nicht mehr, es endete mit 3:0.

Karpaty wurden heute nicht wirklich hart gefordert, und dass man bei einem Trainingsspiel nicht immer Vollgas gibt, ist auch normal. Trotzdem hätten es gegen diesen schwachen Gegner ruhig noch zwei Tore mehr sein dürfen. Letztlich haben wir im Grunde das gleiche gesehen wie in den Punktspielen der Hinrunde: man lässt den Ball laufen, kombiniert mitunter auch ganz schön, aber torgefährlich ist das letztlich viel zu selten.

Für eine Standortbestimmung war das heutige Spiel letztlich ungeeignet. Das nächste Trainingsspiel findet am 5. Februar statt, da geht es dann gegen FK Tuzla City aus Bosnien, und das ist eine Mannschaft, die in etwa eine ähnliche Spielstärke hat wie die Karpaty-Elf, somit könnte das etwas interessanter werden.