[2026/2027] Livyj Bereh – Karpaty: 1:1

Heute spielten Karpaty gegen Livyj Bereh, einen Aufsteiger, der im unteren Mittelfeld der Tabelle positioniert war und auch der Club, bei dem Ilya Kvasnytsya für diese Saison auf Leihbasis spielt, aber heute gegen seinen Stammclub nicht im Kader stehen konnte.

Jubel nach dem 0:1

Bei Karpaty fehlte weiter Innenverteidiger Vitalij Kholod verletzt. Mittelfeldspieler Eriki hatte in der vergangenen Woche bereits wieder mit der Mannschaft trainiert, war aber noch nicht im Kader. Mit Yan Kostenko fehelte zusätzlich noch ein wichtiger Offensivspieler verletzt. Die Mannschaft im gewohnten 4:1:4:1 System mit dieser Startaufstellung:

Auf der Ersatzbank saßen:

Während des Spiels kamen noch Rostyslav Lyakh (Joseph Séry), Joaquinete (Xeber Alkain), Bruno Iglesias (Fellipe Vieira), Oleksandr Dyedov (Nasaryj Rusyn), Jean Pedroso (Moha Moukhliss) zum Einsatz.

Der Spielbeginn verzögerte sich um kmapp 1 Stunde, weil die Faschisten von Osten mal wieder Raketen und Drohnen geschickt hatten. Als es dann losging, begannen Karpaty mit aggressivem Pressing und kamen schon in den ersten 5 Minuten gleich zu mehreren Torchancen. Livyj Bereh wirkte geschockt und konnte sich kaum aus der Defensive befreien.

Natürlich blieb es nicht bei dieser einseitigen Spielverteilung, und die Hausherren kamen im Laufe der ersten Halbzeit besser ins Spiel. Für große Chancen reichte das zwar nicht, aber es gelang nun doch langsam besser, die Grünweißen vom eigenen Tor fernzuhalten. Das führte dazu, dass sich das Spiel im Verlauf der ersten Halbzeit doch stärker ins Mittelfeld verlagerte und es weniger häufig Torraumszenen gab.

Die erste Hälfte, die so vielversprechend begonnen hatte, endete schließlich doch etwas enttäuschend torlos mit 0:0. Die Pause dauerte dann dank der russischen Faschisten eine ganze Ecke länger.

Nach fast 2 Stunden Zwangspause ging es dann weiter. Das Spiel befand sich weiter in einem Deadlock. Nach 60 Minuten setzte sich Xeber auf seiner rechten Seite durch und kam nahe der Grundlinie zum Flanken. Wie wir es von ihm kennen, kam die Flanke platziert ins Zentrum und erreichte Fellipe am Rand des Fünfmeterraums, der mit links flach und unhaltbar für Torwart Roman Zhmurko einschoss – 0:1.

Gleich danach gab es den ersten Wechsel – für Joseph kam Lyakh. Wie fast schon gewohnt rückte nun Vantukh auf die Linksaußen-Position auf, und Rusyn ging als eine Art „falsche 9“ ins Zentrum. Aber die Herrlichkeit währte nicht lang. Nur Minuten später musste das Spiel dank der Faschisten erneut unterbrochen werden.

Dieses Mal ging es aber schnell weiter. Und das Team schien mental noch nicht richtig auf dem Platz zu sein, als völlig unerwartet der Ausgleich durch Nasarij Vorobtschak fiel. Es folgten in kurzer Folge weitere 4 Wechsel Wechsel: Joaquinete für Xeber und Iglesias für Fellipe, dann Jean Pedroso für Moha und Dyedov für Rusyn. Aber es nützte nichts mehr. Karpaty hatten noch etliche Chancen, aber der Ball wollte einfach nicht mehr ins Tor, und das Spiel endete – sehr schmeichelhaft für die Gastgeber – 1:1.

Fazit

Dies war ein unerwartet schweres und auch zähes Spiel. Livyj Bereh hatte die Spielweise der Grünweißen gut studiert und sich darauf eingestellt. Entsprechend schwer wurde es auch, gegen diesen Gegner zu Abschlussmöglichkeiten zu kommen. Die Lösung des Problems war spielerisch: technisches Kombinationsspiel und Nutzung der Flügel. Das Gegentor ist ärgerlich, zumal es direkt nach dem Wiederanpfiff fiel, als die Konzentration der Mannschaft gestört war.

Man muss leider feststellen, dass man in Kyiv und auch weiter östlich liegenden Städten aufgrund der Angriffe der Faschisten kaum noch Fußballspiele abhalten kann. Es gibt einigen Grund zur Sorge, ob diese UPL-Saison überhaupt zu Ende gespielt werden kann.

Derweil stehen Karpaty Lviv weiter an der Spitze der Tabelle. Da Polissiya im mittlerweile beendeten Spitzenspiel bei Schakhtar gewonnen hat, beträgt der Abstand zum zweitplatzierten immerhin noch 1 Punkt. Nächste Woche Samstag ist dann das nächste Spitzenspiel geplant, wenn Karpaty zu hause gegen Meister Schakhtar spielen.