Der junge Stürmerhatte nach seinem Eintreffen in der Sommerpause 2018 einige sehr ansprechende Leistungen gezeigt, sich dann aber gleich zu Saisonbeginn schwer verletzt, so dass er kein weiteres Spiel mehr für seine Mannschaft bestreiten konnte.
Karpaty haben nun offenbar ihre Kaufoption nicht gezogen, und der Spieler ist nach Spanien zurückgekehrt.
Der 21-jährige zentrale Mittelfeldspieler wird schon seit einiger Zeit als einer von mehreren, derzeit noch bei Absteiger Arsenal Kyiv unter Vertrag stehenden potentiellen Zugängen für Karpaty gehandelt.
Kozak machte bei den Testspielen einen guten Eindruck, steuerte u.a. beim Spiel gestern gegen Ahrobiznes Volochysk den entscheidenden Pass zum 1:0 bei und machte in seiner Spielanlage einen kreativen Eindruck, wodurch er möglicherweise ein Kandidat für die Nachfolge des abgewanderten Martin Hongla werden könnte.
Der 27-jährige war seit seinem Eintreffen in Lviv vor einem Jahr Stammspieler, hatte dabei einige spielentscheidende Pässe geschlagen, aber auch einige spielentscheidende Fehler gemacht.
Ende der vergangenen Saison hatte es Berichte gegeben, dass es zwischen ihm und der Vereinsführung Streit gegeben habe, woraufhin er vorübergehend suspendiert, dann aber wieder rehabilitiert wurde.
Der bei den Fans überaus beliebte und langjährige 29-jährige wird somit zum nächsten Opfer des kompletten Umbaus der Verteidigung, die in der letzten Saison eine der großen Schwachstellen der Mannschaft gewesen war.
Der als sehr talentiert geltende Pidkivka hatte in der vorletzten Saison seinen Stammplatz bei Karpaty verloren und war zwischendurch oft nur dritte Wahl gewesen. In der letzten Saison war dann von psychischen Problemen und Übergewicht die Rede gewesen, bevor er schließlich den Club verließ und sich kurz später Arsenal Kyiv anschloss.
Gegen Ende der Saison kam es dann zu einem Wiedersehen, als sich Pidkivka beim Auswärtssieg in Kyiv in guter Verfassung zeigte und mit sehenswerten Paraden eine höhere Niederlage seiner Mannschaft verhinderte. Mancher mag sich damals gefragt haben, warum man den Mann überhaupt hatte ziehen lassen.
So erfreulich diese Nachricht, wenn sie denn stimmen sollte, auch sein mag – sie wirft doch einige Fragen auf die Strategie beim Verein. Selbst nach dem Abgang von Kuchynskyj stehen mit dem ausgeliehenen Oleh Kudryk und der bisherigen Nummer 2 Herman Penkov zwei gute Torhüter mit Anspruch auf Stammplatz im Kader, außerdem hat sich wie schon in der Winterpause Nachwuchstorwart Anton Saderejko erneut mit starken Leistungen in den Testspielen empfohlen.
Es wird interessant sein zu beobachten, ob Pidkivka tatsächlich heimkehrt und wenn ja, ob noch weitere Abgänge bevorstehen, um Platz zu schaffen – vielleicht wird ja noch jemand für eine Saison verliehen. Man darf abwarten und sich wundern.
Der 31-jährige war zu Beginn der vergangenen Saison aus der Konkursmasse des FK Poltava zu Karpaty gewechselt und erkämpfte sich bald einen Stammplatz.
Kuchynskyj hatte auf der Linie oft bemerkenswerte Reflexe gezeigt und war bei den Anhängern sehr populär. Schwächen gab es dagegen eher bei der Strafraumbeherrschung. Nachdem nun Oleh Kudryk ausgeliehen wurde und mit Herman Penkov ein talentierter junger Torwart bereits in Warteposition bereit steht, scheint der Verein hier der Jugend eine Chance geben zu wollen.
Prce hat zuletzt bei Omonia Nikosia gespielt, hatte zuvor u.a. bei Brescia Calcio und Lazio Rom unter Vertrag gestanden, die ihn jeweils an andere Clubs verliehen hatten. Außerden hat er siebenmal für die U19-Nationalmannschaft Kroatiens gespielt.
Mit ihm erhält Trainer Oleksandr Chyzhevskyi nun eine weitere Option für die Innenverteidigung, was natürlich auch die Frage aufwirft, wer der bereits aus der Vorsaison im Kader befindlichen Innenverteidiger nun vielleicht vorzeitig aus der Mannschaft ausscheiden könnte – Nika Sandokhadze wäre da ein Kandidat, eventuell auch Andrii Nesterov, aber schauen wir mal, was wir als nächstes erfahren.
Die Karpaty-Verteidigung kann sich über eine weitere Verstärkung freuen: der luxemburgische Nationalspieler Marvin Martins (24, rechter Verteidiger), der auch kürzlich für seine Mannschaft gegen die Ukraine in der EM-Qualifikation gespielt hatte, unterschrieb einen Zweijahresvertrag.
Martins gilt als variabler Spieler, der zentral oder rechts in der Defensive eingesetzt werden kann. Martins galt zu Beginn seiner Karriere als großes Talent, wurde aber durch eine schwere Knieverletzung zurückgeworfen. Die letzte Saison über stand er bei FC Progrès Niederkorn in der luxemburgischen Liga unter Vertrag.