Karpaty planen Bau eines eigenen Vereinszentrums und Stadions

Wie das Portal Sportarena berichtet, planen Karpaty offenbar nicht, in das alte Vereinszentrum, das von Petro Dyminskyj, dem früheren Mehrheitseigentümer des Clubs und immer noch Besitzer der Immobilie dem Stadtrivalen FK Lviv vermietet wurde, zurückzukehren.

Photo: © Informationszentrum «FK Karpaty»

Im Bericht heißt es, das neue Trainingszentrum des Clubs werde sich in der Nähe von Lviv befinden und ein Stadion mit einer Kapazität von 1.500 Sitzpläzen beinhalten. Zur Visualisierung der Baupläne gibt es ein Video:

Grundsätzlich ist dieser Plan, sollte er dann in die Tat umgsetzt werden, natürlich eine gute Nachricht, da man so auch die Absicht zeigt, sich in Zukunft nicht wieder in irgendeine Abhängigkeit von Oligarch Dyminskyj begeben zu wollen, dem ja das alte Vereinszentrum gehört. Es wirft aber gleichzeitig Fragen auf:

  • Der Verein hat aktuell vor allem eine Aufgabe: die alten Schulden zu bezahlen, um überhaupt eine Chance auf die geplante „Erneuerung“ zu haben (wobei es selbst nach Begleichen der Schulden dafür noch keine Garantie gäbe, dass dies überahupt erlaubt würde). Ein solches Projekt stünde mit dem im Konfllikt. Kurz: durch welches Geld sollte so ein Projekt aktuell überhaupt realisierbar sein?
  • Wofür ist das neue Stadion gedacht? Für einen Trainingsplatz wäre es zu groß (und teuer), aber dass es die Mietvereinbarung über das Stadion „Ukrajina“ in der Stadt zu sehr günstigen Konditionen gibt, ist an sich bereits erhaltenswert für die (hoffentlich baldige) Zeit, wenn der Club wieder in höheren Klassen spielt.
  • Könnte dieser Plan vielleicht auch als Anzeichen dafür gewertet werden, dass der Club das Stadion „Ukrajina“ bald nicht mehr zur Verfügung haben wird?

Oft sind Ankündigungen wie diese hier, die sich als einen Gewinn darstellen, letztlich doch eher Anzeichen dafür, dass dem Club ein schmerzhafter Verlust bevorsteht. Und ohnehin steht in den Sternen, ob das überhaupt umgesetzt wird. Was es nun in diesem Fall wirklich ist, kann durch eine Meldung allein nicht beurteilt werden. Hoffen wir, sich dunkle Vorahnungen hier nicht bewahrheiten.