Noch ein Neuer: Jaroslaw Deda

In letzter Minute haben Karpaty auf dem Transfermarkt noch einmal zugeschlagen: der 19-jährige offensive Mittelfeldspieler Jaroslav Deda kam von Qarabag U19 in Aserbaidschan.

111.jpg
Jaroslaw Deda, Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Deda stammt aus der Gegend um Lviv und war vorher bereits bei Volyn Lutsk unter Vertrag gewesen, wo er den Sprung aus der Jugendmannschaft in den Profikader geschafft hatte. Er kannt auf dem linken Flügel, auf der Zehnerposition und im Sturm spielen. Der Neue wird vorerst in der zweiten Mannschaft eingesetzt werden, um Spielpraxis zu sammeln.

Vorskla – Karpaty: 0:4

Heute spielten Karpaty ihr erstes Pflichtspiel nach der Winterpause auswärts bei Vorskla Poltava. Die war außerdem das erste Pflichtspiel unter dem neuen Trainer, Fabri González, der ja mit dem Image eines “Schleudersitztrainers” kam und natürlich im Vorfeld für einige Skepsis gesorgt hatte. Vorskla kämpft um das Erreichen der ersten Sechs, die nach Ende der Vorrunde um die internationalen Plätze spielen werden, während Karpaty wohl wieder gegen den Abstieg werden spielen müssen.

111.jpg
Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Allgemein mit einiger Neugier betrachtet wurde natürlich auch die Aufstellung. In den Testspielen war natürlich viel experimentiert worden, nun nun sollte sich zeigen, wie der Trainer spielen lassen würde, wo es “ernst” wird.

Das Spielsystem ähnelte ein wenig dem, das noch unter Interimstrainer Boychyschyn gespielt wurde – ein 3:4:3 mit Kuchynskyj im Tor, davor drei Innenverteidigern mit Sandokhadse, Papa Guyeye und Mehremic, im Mittelfeld Myakushko, Klyots, Hongla und Hutsulyak, im Sturm dann Shved, Debelko und in ungewohnt offensiver Rolle Di Franco, der nach dem Ausscheiden Fedetskyjs die Kapitänsbinde trug. Es wurde also ohne echte Außenverteidiger gespielt – gegen eine konterstarke Mannschaft wie Vorskla konnte man das gelinde gesagt als mutig bezeichnen.

Auf der Bank saßen Torwart Penkov, Verteidiger Kovtun, Slyva und Busko sowie die Offensivspieler Yoda, Ponde und Vargas. Interessanterweise gab es hier keinen zentralen Mittelfeldspieler, der u.U. Klyots oder Hongla ersetzen könnte, wobei immerhin Di Franco auf dieser Position Erfahrung hat. Weiterlesen →

Yoda von Karpaty ein neuer Spieler jetzt ist

Einen Neuzugang Karpaty zu vermelden haben. Karim Yoda er heißt, einen französischen und ivorischen Pass er hat, 30 Jahre alt und Rechtsaußen er ist. Zuletzt vereinslos er war, nachdem jahrelang in Spanien gespielt er hat.

111.jpg
Karim Yoda, Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Als Linksfüßler in den Strafraum hineinziehen und direkt zum Abschluss kommen er kann. Als erfahrener Spieler nicht so ganz dem üblichen Beuteschema bei Karpaty er entspricht, da eine Steigerung des Marktwertes wohl zu erwarten nicht ist, aber in der generell abschlussschwachen Offensivabteilung bei Karpaty eine willkommene Verstärkung er wohl werden könnte. Abwarten wir werden.

Shved wird bis Sommer an Karpaty verliehen

Gute Nachrichten für Karpaty-Fans: in einem Interview erklärte Brendan Rodgers, dass der Transfer von Marian Shved zu Celtic stehe, der Spieler aber für den Rest der Saison per Leihe in Lviv bleibe.

111.jpg
Marian Shved, Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

So hat der Club für den Rest der Saison weiter seinen wichtigsten Spieler im Kampf gegen den Abstieg zur Verfügung. Das ist insbesondere wichtig, da nach dem Abgang von Jorge Carrascal zu River Plate und der längerfristigen Verletzung von Kevin Méndez die Sorgen in der Offensivabteilung gewachsen sind.

Außer der Leihe von Defensivspieler Martin Hongla ist bisher noch kein weiterer Spieler verpflichtet worden, und es sieht stark danach aus, als ob die entstandenen Lücken fast ausschließlich durch nachrückende Jugendspieler geschlossen werden sollen.

Kevin Méndez fällt mit Schlüsselbeinbruch länger aus

Der uruguayische Flügelspieler Kevin Méndez hat sich bei einem Trainingsspiel gestern das Schlüsselbein gebrochen und fällt mindestens 2..3 Monate aus.

111.jpg
Kevin Méndez, Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Diese Verletzung ist eine Hiobsbotschaft für die Mannschaft, der nach den Abgängen von Jorge Carrascal und Marian Shved nun an allen Ecken und Enden Offensivstärke fehlt. Méndez hatte sich in den Trainingsspielen stark präsentiert und beim 3:1 Sieg gegen FK Taraz aus Kasachstan einen Treffer erzielt.

Jorge Carrascal geht zu River Plate

Ein weiterer Führungsspieler verlässt den Verein: Jorge Carrascal wechselt zum Club Atlético River Plate nach Argentinien.

111.jpg
Jorge Carrascal, Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Carrascal war in der Vorsaison auf Leihbasis mit Kaufoption zu Karpaty gekommen und hatte sich in der Rückrunde zu einem absoluten Schlüsselspieler entwickelt. Nach Saisonende hatte es schon einige Wechselgerüchte gegeben, wobei der Spieler selber beteuerte, dass er sich in Lviv sehr wohl fühlte und dem Verein gern etwas zurückgeben wolle. Der Verein zog dann die Kaufoption und ging mit Carrascal in die neue Saison.

Allerdings hat Carrascal in der laufenden Saison die riesigen Erwartungen, die auf ihm lagen, bisher nicht erfüllen können. Man sagt, er habe in Lviv ein wenig das “süße Leben” schätzen gelernt und sei nachts öfter mal auf der Piste gewesen, jedenfalls waren seine Leistungen nicht mehr konstant so stark wie noch ein halbes Jahr vorher, und er stand auch nicht mehr bei allen Spielen in der Startformation.

Seit das Transferfenster offen ist, haben sich die Gerüchte um einen Verkauf Carrascals gehäuft, und River Plate wird schon seit einiger Zeit als Kandidat gehandelt. Nun scheint der Deal perfekt zu sein. Carrascal wechselt für 18 Monate auf Leihbasis für eine Leihgebür von 500.000 und einer Kaufoption für 3 Mio Euro. Der Verein würde somit nach Abzug des Kaufpreises von 2 Mio zu Saisonbeginn immerhin einen Gewinn von 1.5 Mio Euro machen.

Dennoch stellt sich ein wenig die Frage, warum man sich jetzt von einem weiteren Leistungsträger trennt, wo der Verkauf von Marian Shved an Celtic Glasgow ja nun auch schon in trockenen Tüchern scheint, und auch, ob man nicht für Carrascal zum Ende der laufenden Saison sogar noch eine höhere Ablösesumme erreichen könnte?

Somit geht die Mannschaft ohne ihre beiden torgefährlichsten Spieler der letzten Monate in die Rückrunde. Sie steht aktuell auf einem Relegationsplatz, und statt der zu Saisonbeginn ausgegebenen Devise, dass der europäische Wettbewerb das Ziel sei, heißt es nun Abstiegskampf mit einer radikal verjüngten und um ihre besten Spieller beraubten Truppe. Die Stimmung unter den Fans ist zur Zeit jedenfalls nicht besonders optimistisch.

Shved steht unmittelbar vor Wechsel zu Celtic

Topscorer Marian Shved war schon vor der Winterpause ganz oben auf der Liste möglicher Abgänge. Nachdem ihm nun Orest Lebedenko mit seinem Wechsel zu CD Lugo zuvorgekommen ist und er selber einige Angebote von stärkeren Clubs hatte, steht er nun vor einer Vertragsunterzeichnis beim schottischen Serienmeister Celtic Glasgow.

111.jpg
Marian Shved, Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Celtics Trainer Brendan Rodgers hat gestern in Interviews bestätigt, dass der Spieler voraussichtlich in der kommenden Woche verpflichtet wird. Er selber scheint ein wenig ambivalent zu diesem Transfer zu stehen: er erklärte, der Club habe eigentlich genug Flügelspieler, erwähnte aber auch wieder “Personalprobleme”. Er sagte weiter, dass Shved ein “Spieler für die Zukunft“ sei und zunächst bis zum Saisonende an einen anderen Club verliehen würde, wo er regelmäßig Spielpraxis erhalten solle.

Die Fachpresse in Schottland steht diesem Transfer positiv gegenüber und lobt, dass Shved mit seinen 21 Jahren bereits über einige Reife und Erfahrung, auch im Ausland (gemeint ist seine Zeit bei FC Sevilla B), verfügt und mit seinem Tempo und seiner technischen Stärke eine Verstärkung für Celtic werden könne. Man darf hier auch nicht außer acht lassen, dass Celtic regelmäßig seine besten Spieler an Clubs aus der sowohl sportlich als auch finanziell stärkeren englischen Premier League verliert, weshalb für Shved schon ziemlich schnell die Zeit kommen könnte, wo er in der ersten Mannschaft gebraucht wird.

Derweil hat der frühere Karpaty-Trainer Myron Markevych Shved kritisiert: er habe nach seinem Kurzeinsatz bei der ukrainischen Nationalmannschaft in seinem nächsten Spiel für Karpaty gewirkt, als meine er, er habe es geschafft und müsse nun nicht mehr laufen. Tatsächlich hat sich Shved trotz seiner generell guten Form in den letzten 12 Monaten immer mal wieder Auftritte geleistet, wo von ihm nichts zu sehen war und er ganz einfach schwach wirkte. Wir sind offenbar nicht allein mit unserer Einschätzung, dass Konstanz immer noch ein Thema für ihn ist.

Karpaty-Trainer Fabri freut sich für Shved. Wenn man selbstsüchtig sei, würde man einen solchen Spieler natürlich gern behalten. Aber es sei eine Freude, dass ein Spieler, der aus der Karpaty-Schule hervorgegangen ist, nun die Chance habe, sich in einem stärkeren zu beweisen, sowohl für Shved als auch für den Club. Fabri sagte auch, dass es bei Karpaty “großartige Fußballer” gebe, mit denen man lernen werde, Ergebnisse zu erzielen. Es ist zu befürchten, dass sein Optimismus zur Zeit vom größeren Teil der Karpaty-Fans nicht geteilt wird.

Als Ablöse ist in verschiedenen Quellen von einem Preis zwischen 1.75 und 2.0 Mio £ die Rede.

“Goldenes Talent” Danylo Sikan verlässt den Club

Der als Toptalent geltende Stürmer Danylo Sikan will seinen auslaufenden Vertrag bei Karpaty nicht verlängern.

111.jpg
Danylo Sikan, Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Wie das Portal FC Karpaty.com.ua mitteilte, hat der Spieler bereits eine Einigung mit Shakhtar Donetsk gefunden.

Diese Nachricht hat bei den Fans für einige Aufregung gesorgt, denn schließlich galt Sikan als eine der wichtigsten Hoffnungen für eine bessere Zukunft der seit Jahren im unteren Tabellendrittel laborierenden Mannschaft.