Heute spielten Karpaty zu hause gegen den Tabellenletzten, Arsenal, ihr zweites Spiel unter dem neuen Trainer, José Morais.
Bei Formation und Aufstellung war heute eine Änderung zu sehen, es wurde ein 4:3:3 gespielt mit Kuchynskyj im Tor, davor einer Viererkette aus Miroshnichenko, Kovtun, Mehremi, und Lebedenko, einem Mittelfeld aus Erbes, Di Franco und Holodyuk und davor Shved, Carrascal und Myakushko im Sturm. Kapitän Artem Fedetskyj fehlte, vermutlich, weil in dieser Woche sein Vater gestorben war.
Heute spielten Karpaty zum ersten Mal in dieser Saison auswärts, der Gegner war Aufsteiger Desna Chernihiv. Außerdem war das heutige Spiel das erste unter dem neuen Trainer José Morais, der erst diese Woche als Nachfolger von Oleh Boychyshyn vorgestellt worden war. Die bisherige Saison hatte ja einiges zu wünschen übrig gelassen, und der Druck, der auf der Mannschaft lastete, war somit beachtlich, nicht zuletzt, nachdem Vizepräsident Smalijchuk in einem Interview diese Woche erklärte, er werde persönlich die Verantwortung übernehmen, sollte es der Mannschaft nicht gelingen, sich für den europäischen Wettbewerb zu qualifizieren.
Trotz des neuen Trainers waren System und Startaufstellung der der letzten Spiele sehr ähnlich – ein 3:5:2 mit Kuchynskyj im Tor, Miroshnichenko, Fedetskyj und Mehremic als Dreierkette, davor Myakushko, Verbnyj, Erbes (der für Holodyuk in den Kader gekommen war), Di Franco und Lebedenko und dann die Doppelspitze aus Shved und Carrascal.
Auf der Bank saßen Torwart Penkov, Abwehrspieler Kovtun, Mittelfeldspieler Holodyuk, Klyots und Hutsulyak sowie die Angreifer Mendez und Vargas. Weiterlesen →
Boychyshyn hatte im Sommer 2017 beim Club als Nachwuchskoordinator begonnen und war dann im November als Nachfolger des glücklosen Sergio Navarro zum Cheftrainer befördert worden. In der Rückrunde gewann die Mannschaft mit attraktivem Offensivfußball eines leicht spanischen Einschlages (”Los Karpatos”) einige Sympathien zurück, die sie zuvor bei ihren Anhängern verloren hatte, jedoch war es ein offenes Geheimnis, dass Sportdirektor Dario Drudi in Wirklichkeit bei Aufstellung und Taktik die Fäden zog, der seit Sommer aber nicht mehr in dieser Position tätig ist.
Der Beginn der aktuellen Saison war durchwachsen – zwei Niederlagen, ein Sieg und ein Unentschieden, und obwohl die Mannschaft attraktiv spielte, haperte es nach wie vor bei der Abwehr. Offenbar wollte die Clubführung dieses Mal schneller handeln als noch letztes Jahr, wo sich die Mannschaft bereits längst im Abstiegskampf befand und die oberen 6 Plätze nicht mehr realistisch erreichbar waren.
Der neue Trainer ist – anders als letztes Jahr Sergio Navarro – nicht nur Europäer und “Lateiner”, sondern tatsächlich ein erfahrener Mann, der viele Jahre als Assistent von Jose Maurinho und auch bei einigen europäischen Clubs bereits als Cheftrainer tätig war.
Als Cheftrainer hat Morais freilich noch keine großen Erfolge aufzuweisen, wobei wir uns sicher im klaren sind, dass er andernfalls wohl kaum nach Lviv gekommen wäre.
Wir stehen nun offenbar also einem neuen Anlauf des Projektes “Los-Karpatos” gegenüber. Trotz des Misserfolgs unter Trainer Navarro hatten ja einiger der südamerikanischen Einkäufe dieser Phase durchaus “eingeschlagen” – man denke etwa an Fernando Tissone, Francisco Di Franco und allen voran natürlich Jorge Carrascal, und der Spielstil der letzten Phase der abgelaufenen Saison hat sowohl Fans als auch Fachpresse gleichermaßen versöhnt.
Nichtsdestotrotz bleibt der neue Trainer ein Risiko. Er kennt weder Land noch Sprache, wird also wie zuvor Navarro durch einen Übersetzer zur Mannschaft reden müssen. Seine erste Bewährungsprobe wird er schon am kommenden Sonntag haben, beim ersten Auswärtsspiel der Saison bei Desna Chernihiv.
Heute spielten Karpaty ihr viertes Heimspiel in Folge, dieses Mal ging es gegen Zoriya. Zoriya steht ja aktuell noch in der Qualifikation zur Gruppenphase der Europa League und hatte in der vergangenen Woche zu hause 1:1 gegen Braga gespielt. In der UPL sind beide Mannschaften punktgleiche Tabellennachbarn.
Karpaty traten mit einer Variation der Formation der letzten beiden Spieltage an, ein 3:4:1:2, mit Kuchynskyj im Tor, Miroshnichenko, Fedetskyj und Mehmeric als Dreierkette, davor Myakushko, Verbnyj, Di Franco und Lebedenko, dann Hutsulyak auf der Zehnerposition und der Doppelspitze aus Shved und Carrascal.
Auf der Bank saßen Torwart Penkov, Verteidiger Borodaj, Mittelfeldspieler Erbes und Holodyuk sowie die Offensivkräfte Vargas, Mendes und U17-Spieler Danilo Sikan, der als Megatalent gilt und zum ersten Mal im Kader der ersten Mannschaft stand. Weiterlesen →
Heute spielten Karpaty ihr drittes Saisonspiel – erneut zu hause – gegen Olimpik. Nach je einer Niederlage und einem Sieg stand man mit nur drei Punkten auf einem durchaus schmeichelhaften vierten Platz. Im letzten Spiel gegen diesen Gegner war in der letzten Rückrunde nach einer der besten Saisonleistungen ein verdienter Sieg eingefahren worden. Bei den Gästen standen übrigens zwei alte Bekannte im Aufgebot: Pavlo Ksyonz der viele Jahre in Lviv gespielt hatte, sowie Evhen Zubejko, der nach einem kurzen und recht erfolgreichen Gastspiel von Sergio Navarro abgegeben worden war.
Bei der Aufstellung wurde wieder auf die bewährte 3:5:2-Formation vertraut, nachdem im ersten Saisonspiel das Experiment mit einem 4:3:3 gründlich schief gelaufen war. Im Tor stand wieder Kuchynskyj, davor die drei Innenverteidiger Miroshnichenko, Fedetskyj und Mehremic, davor ein Mittelfeld mit Mykushko, Verbnyj, Holodyuk, Di Franco und Lebedenko, davor die Doppelspitze mit Shved und Carrascal.
Auf der Ersatzbank warteten Torwart Penkov, Verteidiger Borodaj, Mittelfeldspieler Klyots und Hutsulyak sowie die Offensivspieler Méndez, Remenyuk und Vargas. Weiterlesen →
Der junge kolumbianische Angreifer war letzte Saison verpflichtet worden, bisher aber nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz gekommen. Es wird berichtet, er sei verspätet aus dem Urlaub heimgekehrt, woraufhin sich Verein und Spieler auf eine Vertragsauflösung geeinigt hätten.
Heute spielten Karpaty ihr zweites Spiel in der neuen Saison, wieder zu hause, gegen Chornomorets’. Nach dem missglückten Auftakt gegen Oleksandriya, das letztes Wochenende 0:2 verloren ging, ist der Druck auf Trainer und Mannschaft bereits spürbar – hatte doch der Verbleib von Carrascal und auch die guten Leistungen der letzten Rückrunde für einige Erwartungen gesorgt.
In System und Aufstellung gab es gegenüber letzter Woche einige Veränderungen. Die Viererkette, die keine war, wich wieder einer Dreierkette, so sahen wir ein 3:5:2 mit Kuchynskyj im Tor, davor Miroshnichenko, Fedetskyj und Debütant Mehremic, davor Myakushko, Verbnyj, Holodyuk, Di Franco und Youngster Lebedenko, der für Hutsulyak in die Mannschaft gekommen war und als gelernter offensiver Linksverteidiger offenbar hier auf der Außenposition etwas mehr dicht machen sollte, als das Hutsulyak letzte Woche vermocht hatte. Im Sturm standen Shved und Carrascal, der also von der Zehnerposition wieder in die erste Reihe gerückt ist. Man kann argumentieren, dass diese Art Aufstellung mehr der erfolgreichen Formation der letzten Rückrunde ähnelte, wobei hier ohne Doppelsechs agiert wurde.
Auf der Bank saßen Torwart Penkov, Abwehrspieler Borodaj, Mittelfeldspier Klyots, Erbes und Hutsulyak, sowie die Stüermer Vargas und Sanchez. Weiterlesen →
Dabei werden fünf Namen möglicher vertragloser und somit frei verpflichtbarer Kandidaten genannt:
Oleksandr Hladkyj (30) ist ein alter Bekannter, der in der vorletzten Saison wesentlich zum Klassenerhalt beigetragen hatte, aber in der letzten Hinserie so formschwach war, dass sein zum Winter auslaufender Vertrag nicht verlängert worden war.
Serhiy Petrov (21) ist ein Produkt der Schule von Volyn Lutsk und wechselte nach deren Abstieg zu Zirka, für die er letzte Saison ein ausgesprochen starkes Spiel gegen Karpaty zeigte. Er ist durch sein junges Alter ein entwicklungsfähiger Spieler und hat mit 1,98m Größe eine gute Strafraumpräsenz.
Maksym Pryadun (21) ist ebenfalls noch jung, aber mit 1.76m Größe eher der Typ einer hängenden Spitze. Er ist bei Zirka ausgebildet worden und seit deren Abstieg vereinslos.
Im Artikel heißt es auch, dass Trainer Boychyshyn erklärt habe, bereits einen Stürmer verpflichtet zu haben, der allerdings noch Trainingsrückstand habe und sich derzeit in Form bringen müsse. Interessant ist dabei, dass hier noch kein Name genannt wurde.
Tatsächlich scheinen einige Namen aus der Liste interessant. Zur Zeit wird ja ein eher “spanischer” Offensivstil gespielt (daher ja auch der Spitzname “Los Karpatos”), d.h., man versucht, in den Strafraum zu kombinieren und dann abzuschließen. Gegen einen Gegner mit gut und dicht gestaffelter Abwehr wie Oleksandriya am letzten Wochenende wäre es u.U. sinnvoll, eine taktische Alternative zur Verfügung zu haben, freilich fehlt zur Zeit ein echter “Brecher”, der sich im Strafraum auch physisch durchsetzen kann. Leonid Akulinin hatte einige technische Schwächen und auch Mängel in Beweglichkeit und Schnelligkeit gezeigt und wurde daher konsequenterweise nicht weiter verpflichtet.
Nun zeigt aber das Scheitern Akulinins in der letzten Saison auch eine Schwäche im Spiel der Mannschaft, die, wenn ein hoher, kopfballstarker Mittelstürmer im Zentrum steht, ihn entsprechend “füttern” muss, was eben praktisch nie geschah – man kombinierte einfach wie gewohnt weiter und spielte ihn flach an, was dann seine erwähnten Schwächen erst richtig offenlegte.
Insofern stellt sich die Frage, welcher Spielertyp der Mannschaft am meisten helfen würde – ein technisch beschlagener, dabei aber etwas physischerer Typ oder ein klassischer Mittelstürmer mit starkem Kopfballspiel?
Für die erstere Variante wäre sicher Hladkyj ein guter Kandidat – er ist ein kraftvoller Spieler mit guter Technik und starkem Kopfballspiel und kennt aus seinen vorherigen Gastspielen den Club bereits gut. Ob er allerdings nach dem Scheitern im letzten Jahr bereit wäre, es erneut zu versuchen, steht auf einem anderen Blatt.
Ein “Akulinin reloaded” wäre sicher Petrov – wobei Petrov deutlich spielstärker ist als Akulinin. Allerdings würde ein solcher Stürmer erfordern, dass die Mannschaft lernt, ihn richtig ins Spiel zu bringen. Karpaty sind nun einmal kein europäischer Top-Club; mit anderen Worten: ob es realistisch ist, dass die Mannschaft zwei grundverschiedene Taktiken so beherrschen lernt, dass sie je nach Bedarf umschalten kann, bleibt eine Frage, bei der Zweifel erlaubt sind.
Generell scheint es aber eine gute Idee zu sein, neben all den Filigrantechnikern, wie Shved, Myakushko, Sánchez und Carrascal auch einen Typ “Brecher” im Kader zu haben, der, wenn es nötig ist, mit ganz anderen Mitteln den Torabschluss suchen kann. Für dieses Anforderungsprofil könnte aufgrund des Alters, der anzunehmenden Gehaltsforderungen und auch der physischen Statur Petrov die Nase vorn haben.
Ohnehin werden aber das letzte Wort hierzu andere haben – und so dürfen wir uns zurücklehnen, ein paar Gedanken machen … und abwarten.
Sandokhadze war zunächst zu einigen Einsätzen gekommen, stand dann aber aufgrund eines Bänderrisses länger nicht zur Verfügung. Er wird bis zur Winterpause beim derzeitigen Tabellenersten der ersten lettischen Liga, FK RFS, spielen.
Diese Leihe hat doch ein wenig von einer Überraschung, wo doch Andrij Nesterov voraussichtlich für die Hinrunde verletzt ausfallen wird und gestern bei der Heimniederlage gegen Oleksandriya mit einer Viererkette gespielt wurde, wodurch ja noch ein Innenverteidiger mehr benötigt wird. So verblieben vorerst nur Ivan Lobaj, Artem Fedetskyj (als Aushilfe, die auch nicht unbedingt überzeugend war, seine Stammposition ist die rechte Seite) sowie die Neuzugänge Oleh Borodai und Oleksiy Kovtun. Sollte weiter mit zwei Innenverteidigern gespielt werden sollen, ist das eine zu dünne Personaldecke. Adäquate Verstärkung aus der B-Mannschaft gibt es zur Zeit nicht, ein entsprechendes Experiment in der letzten Saison, als Volodymyr Senytsya in der ersten Mannschaft spielte, hatte ziemlich katastrophal geendet.
Heute spielten Karpaty in ihrem ersten Spiel der neuen Saison zu hause gegen Oleksandriya. Das letzte Spiel gegen diesen Gegner war gegen Ende der vergangenen Rückrunde mit 1:2 verloren gegangen, was dazu beitrug, dass der Klassenerhalt nicht schon deutlich vor dem letzten Spieltag gesichert werden konnte. Besonders im Fokus stand heute natürlich die Defensive, wo mit 2 Torhütern und 3 Verteidigern der größte personelle Zuwachs zu Buche stand und die abgesehen davon in der letzten Saison oft der Schwachpunkt der Mannschaft gewesen war.
Das Spielsystem war heute formal ein 4:3:3 bzw. 4:4:2 mit Raute, welches aber, wenn Hutsulyak links aufrückte, fließend in das aus der letzten Saison bekannte 3:4:1:2 überging. Es stand Neuzugang Maxym Kuchynskyj im Tor, davor auf Miroshnichenko auf rechts, Fedetskyj und Lobaj zentral und Hutsulyak auf (sehr offensiv) links. Davor standen Verbnyj, Holodyuk, der den Vorzug vor Erbes bekam und Di Franco, davor Carrascal als echte Nummer 10, im Sturm Shved auf rechts und Myakushko links – somit also ein Linksfüßer auf rechts und ein Rechtsfüßer auf links, wodurch die beiden dribbelstarken Spieler von ihrer jeweiligen Seite gut den Abschluss suchen konnten. Diese Aufstellung könnte die Antwort auf die Frage geben, warum Chachua ohne Ersatz gehen durfte – heute wurde jedenfalls nicht mit Doppelsechs gespielt.