Olimpik – Karpaty: 0:2

Heute spielten Karpaty auswärts im Dynamo-Station in Kyiv gegen Olimpik Donetsk. Das letzte Spiel gegen diesen Gegner war zu hause krachend mit 0:3 verloren gegangen, es gab also einiges gutzumachen.

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Im Spielsystem und der Aufstellung hatte sich seit dem Sieg gegen Zirka letzte Woche ein wenig geändert, für mich sah das aus wie ein 3:4:1:2 mit Shevchenko im Tor, einer Dreierreihe aus Fedetskyj, Nesterov, Miroshnichenko in der Verteidigung, davor Myakushko, Verbnyj, Erbes und Hutsulyak und Di Franco als hängende Spitze (oder Zehner, wie man’s nimmt) und Shved und Carrascal im Sturm, wobei Die Franco und Carrascal eigentlich ständig die Position tauschten. Mir scheint, als sollten die etwas defensiver agierenden Myakushko und Hutsulyak die zuvor doch arg wackelige Verteidigung stabilisieren. Die Bank war der der letzten Wochen ebenfalls ähnlich, aber an einigen Stellen verändert: Torwart Mysak, dann mit Lebedenko und dem offenbar schon einigermaßen genesenen Sandokhadze zwei Verteidiger, Holodyuk und mit Sanchez, Remenyuk und Akulinin drei Offensivkräfte. Lobaj und Vargas waren heute also nicht im Aufgebot. Weiterlesen

Stal’ – Karpaty: 0:1

Heute spielten Karpaty in der Abstiegsrunde auswärts gegen Stal’. Nachdem Zirka heute gegen Chornomorets gewonnen und in der Tabelle wieder an Karpaty vorbeigezogen waren, standen Karpaty vor dem Spiel wieder auf einem Relegationsplatz.

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Karpaty begannen in der gleichen Besetzung wie letzte Woche, bis auf Nesterov, der den gelbrotgesperrten Lobaj ersetzte. Im Tor stand Shevchenko, davor stand die Dreierreihe aus Fedetskyj, Nesterov und Miroshnichenko, dann die Doppelsechs mit Verbnyj und Erbes, davor Di Franco, Carrascal und Hutsulyak und im Sturm Myakushko und Shved. Auf der Bank saßen neben Torwart Mysak wieder nur zwei defensive Feldspieler, Lebedenko und Holodyuk, der Rest offensiv: Akulinin, Sanchez und Vargas. Chachua ist zur Zeit nicht im ersten Kader, er hat, wie auch Pidkivka, gestern für die zweite Mannschaft gespielt.

Karpaty begannen gewohnt offensiv und setzten sich von Anfang an in der Hälfte des Gegners fest. In der fünften Minute hätte Myakushko beinahe die Führung erzielt, als er kurz vor dem Strafraum allein an den Ball kam, aber zu lange brauchte, um ihn zu kontrollieren, so dass noch ein gegnerischer Spieler intervenieren konnte. Stal’ versuchte sich hin und wieder mal in der Hälfte der Gäste und sorgte da durchaus auch für Probleme. Weiterlesen

Karpaty – Zirka: 2:1

Heute spielten Karpaty in der Abstiegsrunde zu hause gegen Zirka. Das letzte Spiel war nach einer sehr schwachen Leistung bei Karpaty 0:0 ausgegangen. In der letzten Woche hatten Karpaty allerdings eine gute Leistung gezeigt beim 3:1-Sieg über Chornomorets. Letztere haben allerdings am Samstag drei Punkte geholt, wodurch die unteren vier Clubs nur druch wenige Punkte getrennt sind.

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Karpaty spielten weitgehend unverändert gegenüber letzer Woche, nur der verletzte Sandokhadze fehlte, stattdessen spielte Ivan Lobaj in der Innenverteidigung. Es gab also wieder ein 3:2:3:2 mit Shevchenko im Tor, Miroshnichenko, Fedetskyj anders als letzte Woche innen und Lobaj links als Dreierkette, Verbnyj und Erbes im zentralen defensiven Mittelfeld, Di Franco, Carrascal und Hutsulyak im offensiven Mittelfeld und eine Doppelspitze bestehend aus Myakushko und Shved. Da alle Sperren abgesessen waren, stand der gesamte Kader zur Verfügung, auf der Bank saßen Mysak (Pidkivka hatte wieder bei der Nachwuchsmannschaft im Tor gestanden), Lebedenko, Holodyuk, Vargas, Cortes, Akulinin und Remenyuk – also wieder nur je ein Verteidiger und defensiver Mittelfeldspieler im Ersatz, der Rest ausschließlich Offensivkräfte. Weiterlesen

Karpaty – Chornomorets: 3:1

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Heute spielten Karpaty zu hause ihr drittes Spiel in der Abstiegsrunde gegen Chornomorets. Nach den Ergebnissen der letzten Wochen ging es unten in der Tabelle sehr eng zu: nur 3 Punkte zwischen den letzten 4 Positionen. Eine interessante Note gab dieser Begegnung auch die Verpflichtung von Oleksandr Hladkyj durch Chornomorets in der vergangenen Woche, der ja letztes Jahr um die selbe Zeit wesentlich dazu beigetragen hatte, Karpaty vor dem Abstieg zu retten, dann aber in der Hinrunde dieser Saison so schwach auftrat, dass sein in der Winterpause auslaufender Vertrag vom Club nicht verlängert wurde. Hladkyj kann bei guter Form in dieser Tabellenregion tatsächlich den Unterschied ausmachen, und es bleibt zu sehen, welche Leistungen er für seinen neuen Club wird abrufen können. Heute stand er allerdings aufgrund seines Fitnessrückstands noch nicht im Kader. Weiterlesen

Oleksandriya – Karpaty: 1:1

Heute spielten Karpaty ihr zweites Spiel in der Abstiegsrunde auswärts bei Oleksandriya. Vor Spielbeginn stand die Mannschaft auf dem letzten Platz, da gestern Stal’ auswärts bei Chornomorets gewonnen hatte.

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Gespielt wurde heute in einem klassischen 4:4:2. Im Tor stand wieder Shevchenko, die Viererkette bestand aus Miroshnichenko, Nesterov, Lobaj und Hutsulyak. Im Mittelfeld standen Carrascal, Verbnyj, Erbes und Di Franco, davor spielten Myakushko und Shved als Doppelspitze. Nach der gelbroten Karte für Akulinin am letzten Wochenende wurde also darauf verzichtet, einen echten Neuner aufzubieten. Pidkiwka hatte in der zweiten Mannschaft gespielt und war nicht im Aufgebot, Fedetskyj nur Ersatz, ebenso wie Holodyuk und Lebedenko die heute zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder im Kader standen. Neuzugang Christian Erbes hatte sein erstes Spiel heute neben Verbnyj im zentralen defensiven Mittelfeld. Weiterlesen

Karpaty – Olimpik: 0:3

Heute spielten Karpaty in ihrer ersten Begegnung der Abstiegsrunde zu hause gegen Olimpik Donetsk. Nachdem in der vergangenen Woche eine Einigung mit ihrem ehemaligen Spieler Volodymyr Hudyma bekannt gegeben worden war, wird allgemein nicht mehr damit gerechnet, dass die insgesamt 9 Punkte Abzug, die deswegen verhängt worden waren, tatsächlich noch vollstreckt würden. Andererseits ist es unten in der Tabelle enger geworden, nachdem die Konkurrenz gepunktet hat.

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Im Kader bei Karpaty gab es einige Veränderungen. Das Spielsystem war eine Art 2:3:2:3 mit Debütant Oleksij Shevchenko im Tor, Fedetskyj und Sandokhadze als Innenverteidiger, davor eine Dreierreihe aus Miroshnichenko, Verbnyj und Hustulyak, die die Verteidigung ergänzten und gleichzeitig die Verbindung zur Offensivabteilung hielten, dann Carrascal und Chachua in der Kreativabteilung und schließlich Youngster Remenyuk, Shved und Akulinin im Sturm. Das war wie auch in den letzten Spielen eine ziemlich offensive Aufstellung, wobei vor allem Miroshnichenko und Hutsulyak die sehr laufintensive Aufgabe zukam, so eine Art Außenverteidiger vor der Abwehr zu spielen. Holodyuk fehlte immer noch verletzungsbedingt, und Di Franco stand wegen einer Gelbsperre nicht zur Verfügung. Der bisherige Stammtorhüter Roman Pidkiwka wurde gestern beim Spiel der zweiten Mannschaft in Mariupol eingesetzt und stand nicht im Kader. Ob das eine dauerhafte Änderung sein soll, ist unbekannt, aber es scheint dem Trainerstab wichtig zu sein, dass er Einsatzzeit hat, auch wenn in der ersten Mannschaft der erfahrenere Oleksij Shevchenko den Vorzug erhält.

Das Spiel begann gleich mit einer Chance für Karpaty, die aber kein zählbares Resultat hatte. Danach entwickelte ein munteres Spiel mit mehr Ballbesitz und Chancen bei den Hausherren und immer gefährlichen Kontern bei den Gästen. In gewisser Weise sehen wir genau diese Verteilung schon seit Wochen mit so ziemlich allen Gegnern außer den deutlich spieltärkeren Shakthar und Dynamo. Durch die offensive Spielweise und die nicht immer besonders eingespielt wirkende Abwehr bei Karpaty war durchaus immer mit einem Gegentor zu rechnen.

Nach ungefähr 30 Minuten sahe es dann aber zunehmend nach einem Tor für Karpaty aus. Es war nicht immer gerade zwingend, aber sie tauchten das eine um das andere Mal im gegnerischen Strafraum auf, und Olimpiks Abwher hatte ihre liebe Mühe. Leider ist nach wie vor der fehlende Killerinstinkt ein ungelöstes Problem, so dass es vorerst beim torlosen Unentschieden blieb.

Und als wir alle schon glaubten, dass es torlos in die Kabine ginge, pfiff da ein Männlein Elfmeter für Olimpik. Sandokhadze hatte einen Gegenspieler im Strafraum leicht berührt, der sich dann dankbar fallen ließ, und der Schiedsrichter kaufte die schauspielerische Einlage. Das 0:1 war, wenn man den Spielverlauf betrachtete, ein schlechter Witz, aber solche Witze ziehen sich ja wie ein roter Faden bereits durch die gesamte Saison.

Aus der Pause kehrten Karpaty mit einem Wechsel zurück: Klyots kam für Chachua also ein zentraler Mittelfeldspieler für einen anderen. Beide Spieler sind sonst eher im defensiven Mittelfeld zu hause, allerdings haben auch beide schon häufiger mal auf offensiveren Positionen gespielt. In der 53. Minute erzielten Karpaty den Ausgleich, nachdem Shved sehr schön steil geschickt worden war, was aber vom Schiedsrichter zu Unrecht als Abseits abgepfiffen wurde. Trotzdem wurde die Qualität des Spiels besser, und es kam in der Folge zu einigen vielversprechenden Szenen im Strafraum von Olimpik.

Nach 62 Minuten ging Fedetskyj für Myakushko vom Platz, es wurde also deutlich auf Offensive gesetzt. Das war aber schon eine Minute später Makulatur: Der bereits verwarnte Akulinin trat etwas ungeschickt seinem Gegenspieler auf den Fuß und musste mit gelb-rot vom Platz. Ob das jetzt gelbwürdig war, kann man diskutieren, allerdings muss man einfach besser aufpassen, wenn man bereits gelbbelastet ist.

Das Spiel wirkte nun zerfahren. Es gab viele Fouls und nun auch die ersten gelben Karten gegen Olimpik-Spieler, aber der Spielfluss war ziemlich dahin. Als Ersatz für Akulinin kam nun in der 71. Minute der Argentinier Catriel Sanches für Remenyuk zu seinem Debüt. Myakushko besetzte nun die Rechtsaußenposition. Das Tor erzielten dann aber die Gäste in der 84. Minute – ein Ball, der von der Grundlinie in den Fünfmeterraum gelangte, vorbei an mehreren in der Nähe stehenden Verteidigern. Das war trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit Anrennens zu billig. Aber es kam noch schlimmer. In der 92. Minute fiel sogar noch das 0:3.

Fazit: Dies war eine katastrophale Heimniederlage – sowohl von der Auswirkung her (nur noch ein Punkt Vorsprung vor dem letzten Platz) als auch der Art, wie sie zustande gekommen war. Die Mannschaft hat fast das ganze Spiel über dominiert und streckenweise schönen Fußball gespielt, kriegt es aber trotz einiger hochkarätiger Chancen nicht hin, gegen einen absolut schlagbaren Gegner das Tor zu treffen. Stattdessen kriegt man drei Gegentore, die angesichts des Spielverlaufs regelrecht ein Witz sind, hat seinen Mittelstürmer im nächsten Spiel durch Sperre nicht zur Verfügung und riskiert mit vier Gelben Karten noch weitere Sperren.

Der Schiedsrichter spielte heute sicher eine zumindest unglückliche Rolle, vor allem, wenn man an den Elfmeter in der ersten und das nicht gegebene Tor in der zweiten Halbzeit denkt, aber angesichts der gezeigten Leistungen hätte es auch so noch mindestens für einen Punkt reichen müssen.

So könnte es auch ohne Punktabzug durch den Verband noch gut zum Abstieg reichen.

Karpaty – Shakhtar: 0:3

Heute spielten Karpaty zu hause gegen Tabellenführer Shakhtar. Im Normalfall wäre dies ein Spiel gewesen, was man schon vor Anpfiff abgehakt hätte, da in Sachen Kaderstärke der Unterschied einfach riesig ist. Allerdings drohen Karpaty aktuell – je nachdem, wie es mit dem Widerspruch weiter geht – insgesamt 9 Punkte Abzug, wodurch sie abgeschlagen mit 10 Punkten am Tabellenende stünden. Irgendetwas Zählbares musste heute also unbedingt her.

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Das System war gegenüber letzter Woche beim 0:0 gegen Chornomorets ein neues: 4:3.3. Im Tor stand wieder Pidkiwka, davor eine Viererkette aus Miroshnichenko, Sandokhadze, Fedetskyj und Hutsulyak, der deutlich defensiver stand als in den letzten Wochen. Im Mittelfeld standen Carrascal, Verbnyj und Di Franco, davor Myakushko, Shved und im Sturmzentrum Akulinin. Zur Aufstellung ist noch zu sagen, dass in den letzten Wochen eigentlich immer eine Viererkette hinten mit Hustulyak in der linken Verteidigung ausgewiesen wurde, nur wurde eigentlich immer mit einer Dreierkette hinten und hängenden Mittelfeldspielern auf den Flügeln gespielt.

Das Spiel begann durchaus ausgeglichen und abwechslungsreich. Shakhtar traten natürlich mit einem ganz anderen Anspruch an als noch letzte Woche Chornomorets. Gleichzeitig stellten sich Karpaty ber nicht hinten hinein und erspielten sich einige durchaus vielversprechende Chancen. So ging es ganz unterhaltsam auf und ab. Mehr Gefahr entstand natürlich vor dem Tor der Hausherren, und Pidkiwka hatte einige Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Eine interessante Szene gab es in der 31. Minute, als Pidkiwka einen Ball abgewehrt hatte, der daraufhin frei durch den Fünfmeterraum rollte und Sandokhadze sich in aller Seelenruhe zwischen Ball und Gegner stellte, aber ihn nicht aus dem Strafraum drosch, sondern einfach darauf wartete, dass sein Torhüter ihn an sich nehmen konnte. Das war schon ziemlich abgebrüht.

Die Dominanz der Gäste nahm aber zum Ende der ersten Halbzeit immer mehr zu, und die Frage war eigentlich immer nur, ob und wie es gelingen sollte, den Kasten sauber zu halten. Das Karpaty-Mittelfeld wirkte oft etwas überfordert damit, den Ball kontrolliert nach vorn zu spielen, ohne ihn gleich wieder zu verlieren, so dass immer wieder ein Angreifer im Strafraum auftauchte. Entlastungsangriffe gab es nur wenige, und wenn, dann durch Carrascal, der durch seine Dribblings hin und wieder für Gefahr sorgte. Am Ende ging es mit einem für Karpaty schmeichelhaften 0:0 in die Pause.

Karpaty begannen die zweite Halbzeit ohne Wechsel. In der 56. Minute fiel dann, was sich schon angedeutet hatte – die Führung für Shakthar. Marlos dribbelte sich in den Strafraum hinein, seinen Schuss konnte Pidkiwka aber abwehren, der Ball flog Bernard vor die Füße, der direkt verwandelte. Nun musste ein Ausgleichstor her, und es gab auch ein paar schöne Angriffe zu sehen, die aber nichts Zählbares ergaben. Kurz danach, in der 63. Minute kam Chachua für Di Franco.

In der 69. Minute durfte sich dann ein Debütant freuen: Remenyuk, der kürzlich aus der U23 in die erste Mannschaft befördert worden war, kam für Myakushko, der heute nicht so richtig ins Spiel kam, zu seinem ersten Einsatz. Die Freude hielt aber nicht lange an, denn gleich anschließend fiel das 0:2 – Alan Patrick schoss von der Strafraumgrenze mit einem sehr platzierten Flachschuss links unhaltbar ein.

Das Spiel war nun gelaufen. Cortes kam noch zu einem Einsatz, vom Platz ging Akulinin, der gegen einen Gegner, bei dem man höchstens mal zu Kontern kommt, durch seine Spielanlage und nicht gerade große Schnelligkeit nicht so richtig “funktionierte”.

In der 81. Minute fiel das 0:3 durch Ismaily – er war von der Mittellinie durch einen Lupfer fast an die Strafraumgrenze steil geschickt und lochte ein. Nun ja, die Verteidigung war auch weitgehend aufgelöst. Karpaty versuchten, wenigstens noch zu einem Ehrentor zu kommen, und Shakhtar tat gerade genug, um das nicht zuzulassen.

Fazit: Dieses Spiel war wahrlich kein Gradmesser. Shakhtar ist eine Klasse besser als so ziemlich der gesamte Rest der Liga. Die drei Gegentore geben faktisch den Unterschied im Leistungsstand wieder. Karpaty spielen schön, aber sie treffen das Tor nicht. Shakhtar kann sich dagegen auch ein paar Auszeiten leisten.

Die auffälligsten Akteure bei Karpaty waren Pidkiwka, ohne den es noch ein paar Tore mehr geworden wären, sowie Carrascal, der als einziger echte Torgefahr ausstrahlte.

Myakushko verzettelte sich mit seinen Dribblings immer wieder, während Shved ein paar gute Szenen hatte. Akulinin war für diesen Gegner eine Fehlbesetzung, da er einfach zu langsam für Konterspiel ist, und genau das war gegen einen solchen Gegner zu erwarten.

Immerhin hat die direkte Konkurrenz auch verloren, so dass sich am Tabellenstand erst einmal nichts ändert. Eine Entscheidung über die dem ehelmaligen Spieler Volodymyr Hudyma zugesprochenen Nachzahlungen und den daraus resultierenden drohenden Punktabzug steht noch aus.

Chornomorets – Karpaty: 0:0

Heute spielten Karpaty bei Chornomorets in einem Abstiegsduell, das beide Mannschaften unbedingt gewinnen mussten – wobei dieser Zustand bei Karpaty ja fast schon Normalzustand geworden ist.

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Photo: © Informationszentrum «FC Karpaty»

Das Spielsystem war gegenüber dem Sieg gegen Olimpik unverändert ein 3:4:2:1 mit Raute. Im Tor stand Pidkiwka, die Dreierreihe hinten bildeten Miroshnichenko, Sandokhadze und Lobaj, im Mittelfeld Myakushko, Verbnyj, Hutsulyak und Carrascal, davor Di Franco und Shved auf den Flügeln und Akulinin im Sturmzentrum.

Das Spiel wurde stark durch die Wetterverhältnisse erschwert. Der Boden war hart gefroren und es schneite (wenn auch der Rasen zunächst noch zu sehen war). Entsprechend war das Spiel nicht gerade ein spielerischer Leckerbissen und von viel Kampf und auch einigen Nickligkeiten geprägt. Vielversprechende Torszenen waren Mangelware. In der 29. Minute kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Nazar Verbnyj und einem Gegenspieler, wonach ersterer sich theatralisch zu Boden warf. Das Resultat war eine gelbe Karte für Verbnyj und eine rote für seinen Gegenspieler, Chornomorets spielte fortan also zu zehnt.

Nach der Pause wurde das Niveau des Spiels eher noch grausamer. Die Spieler hatten Mühe, auf den Beinen zu bleiben geschweige denn den Ball zu kontrollieren. Die Sicht wurde auch immmer schlechter – es schneite zwar eher kleine Flocken, die aber dafür recht dicht. In der 60. Minute kam Klyots für Verbnyj. Das hatte keinen sichtbaren Effekt. 10 Minuten später kam Cortes für Hutsulyak. Auch dadurch wurde es nicht besser. Karpaty bemühten sich sichtbar, den Ball nach vorn zu spielen, aber es kam kaum noch ein Ball an.

Fazit: Das waren zwei verlorene Punkte für Karpaty. Unter
normalen Umständen wäre das Spiel auch gewinnbar gewesen, so war es
weder gewinn- noch spielbar. Es war fürchterlich. Der Abstand zwischen
beiden Teams bleibt nun gleich, und ob sich an der Tabellenposition noch
etwas ändert, wird vom Ergebnis des Spiels von Stal’ morgen bei Olimpik
sowie von Zirka bei Shakhtar abhängen. Karpaty empfangen ja nächste
Woche Shakhtar, da gibt es ja meist Haue, und bei der engen
Tabellenregion könnte das schon wieder eine drastische Verschiebung zur
Folge haben.

Karpaty – Olimpik: 2:1 (2. Halbzeit)

Heute fand die zweite Halbzeit des noch im alten Jahr wegen Schnee beim Stand von 1:1 abgebrochenen Heimspiels gegen Olimpik Donetsk statt. Karpaty waren nach der Heimniederlage gegen Zorya am letzten Wochenende auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht und hatten die Chance, mit einem Sieg wieder an Stal’ und Chornomorets vorbeizuziehen.

Das System war gegenüber letztem Sonntag fast unverändert 3:4:2:1, allerdings war aus der Mittelfeldreihe eine Raute geworden, mit Roman Pidkivka im Tor, dann einer Dreierkette mit Miroshnichenko, Lobaj, und Nesterov, im Mittelfeld Myakushko, Verbnyj (defensiv), Carrascal (offensiv) und Hutsulyak, dann auf den Flügeln Di Franco und Shved und Akulinin im Sturmzentrum.

Die ersten Minuten wirkten etwas zerfahren. Karpaty hatten mehr Ballbesitz, es gab aber eine Menge Fehlpässe und wenig systematisches Aufbauspiel. Auffällig war hier vor allem Myakushko, der mit einigen Individualaktionen den Ball in die Nähe des gegnerischen Tors brachte. In der 55. Minute fiel das 2:1, der Torschütze war Jorge Carrascal, der aus ca. 25 Metern flach zwischen diversen Mannschaftskameraden und gegnerischen Abwehrspielern hindurch in die rechte Ecke traf. Der Schuss wirkte nicht unhaltbar auf mich, aber der Torwart konnte aufgrund der ganzen Spieler im Strafraum offenbar zu wenig sehen.

Im Anschluss wurde das Spiel bei Karpaty etwas sicherer, und sie erarbeiteten sich eine ganze Reihe von Chancen. Besonders auffällig waren hier Myakushko und Carrascal. Akulinin arbeitete viel im Sturmzentrum, bekam aber nach wie vor nichts, was seine Größe und Vorteile im Kopfballspiel in Szene setzen könnte. In der 80. Minute gab es eine rote Karte gegen einen Olimpik für ein ziemlich übles Foul an Akulinin. Karpaty hatten noch eine Zahl von Chancen, die sie alle vergaben. Da Olimpik heute ziemlich schwach war, reichte es zu einem 2:1 Sieg, und Karpaty sind erst einmal wieder aus der Abstiegszone heraus.

Karpaty – Zorya: 0:2

Heute spielten Karpaty ihr erstes Spiel nach der Winterpause zu hause gegen Zorya Luhansk. Nachdem Stal’ gestern ihr Heimspiel gewinnen konnten, brauchten Karpaty heute unbedingt Punkte, um vom letzten Tabellenplatz wegzukommen.

Gespielt wurde in einem 3:4:2:1-System mit Pidkiwka im Tor, Fedetskyj, Nesterov und Lobaj als Dreierkette hinten, davor Myakushko, Chachua, Klyots und Husulyak im Mittelfeld, Di Franco und Shved als Außenstürmer und im Sturmzentrum Hightower Akulinin. Carrascal, der in den letzten Spielen stark aufgetreten war, fehlte gelbgesperrt, alle drei Neuzugänge, Cortes, Bedoya und Sandokhadze, saßen auf der Bank.

Die erste halbe Stunde verlief einigermaßen ausgeglichen, mit leichten Feldvorteilen für die Hausherren, Kontern bei Zorya, aber ohne so richtige Chancen auf beiden Seiten. Das änderte sich in Minute 32, als nach einem sehr ungeschickten Einsteigen von Fedetskyj im Strafraum Elfmeter gepfiffen wurde. Der Elfmeter war berechtigt, kam aber trotzdem sehr überraschend und war im Grunde mal wieder symptomatisch für die gesamte Karpaty-Saison: ordentlich gespielt und dann so ein blödes Ding. Dieses Mal verlief es glimpflich, der Strafstoß traf den Pfosten, und es blieb beim 0:0. Danach wurde das Spiel etwas lebhafter, wobei Zorya etwas stärker wirkte. Es ging ohne Tore in die Kabine.

Nach der Pause begannen Karpaty ohne Wechsel. Sie spielten mit mehr Offensivdruck, und
in der der 52. Minute sah es aus, als hätten sie die Führung erzielt, der Treffer wurde aber wegen Abseits nicht gegeben. Praktisch im Gegenzug fiel dann die Führung nach einem Konter für die Gäste, die ein wenig die Verwirrung ausnutzen konnten. Karpaty spielten weiter nach vorn. Nach 62 Minuten kam Neuzugang Cortes für Myakushko. Nach 72 Minuten fiel dann das 0:2 nach einer schönen Einzelaktion, wobei auch Nesterov und Lobaj schlecht positioniert waren und dadurch ohne Not Raum ließen.

Nach 75 Minuten kam Verbnyj für Chachua, was taktisch zu keiner Änderung führte. Es sah nicht wirklich nach einem Ausgleich oder auch nur einem Anschlusstreffer aus, Zorya stand hinten sicher und hatte sogar noch einige gute Konterchancen.

Am Ende stand eine verdiente Heimniederlage. Zorya spielten sehr effektiv, brauchten kaum Chancen, um zu ihren Toren zu kommen. Hinten standen sie stabil genug, wobei die Karpaty-Offensive auch nicht gerade ein Gradmesser war.

Als Fazit bleibt zu bemerken, dass Karpaty im neuen Jahr exakt die gleichen Probleme haben wie im alten: es sieht alles ganz nett aus, aber man braucht viel zu viele Chancen, um ein Tor zu erzielen (hier hat der heutige Gegner hingegen sehr schön gezeigt, wie man es macht), und die Defensive ist immer mal wieder für einen Aussetzer gut, woraus dann Gegentore resultieren.

Mir fällt immer wieder auf, dass die beiden Flügelspieler gern diagonal in den Strafraum gehen und den Ball ins Tor tragen wollen, wodurch Mittelstürmer Akulinin kaum ins Spiel kommt: er ist ja nicht gerade beweglich, aber lang und kopfballstark. Mit flachen und kurzen Zuspielen funktioniert der nicht, und Flanken auf den Kopf werden praktisch keine geschlagen.

Der Zug ist noch nicht abgefahren. Man wird in der Abstiegsrunde noch Spiele gegen die direkte Konkurrenz haben, aber wenn die nicht langsam herausfinden, wo das Tor steht und lernen, über 90 Minuten konzentriert zu spielen, dann sieht es trotzdem zappenduster aus.