Hrihorij Koslowskyj hat öffentlich auf die jüngsten Aussagen von Bürgermeister Andrij Sadowyj reagiert.

Hrihorij Koslowskyj hat öffentlich auf die jüngsten Aussagen von Bürgermeister Andrij Sadowyj reagiert.

Bürgermeister Andrij Sadowyj hatte ja schon kürzlich erklärt, dass es nicht die Aufgabe der Stadtverwaltung sei, einen professionellen Fußballclub zu besitzen, was man durchaus als eine Abkehr vom Beschluss des Stadtrats in der vorletzten Woche interpretieren kann. Nun wandte er sich erneut in einem Interview an die Öffentlichkeit.

Nachdem der Stadtrat Lviv letzte Woche den Antrag angenommen hatte, den Club unter die Verwaltung der Stadt zu stellen und die Karpaty-Führung ebenfalls Einverständnis signalisiert hatte, herrschte zunächst Euphorie. Nun wird langsam deutlich, dass immer noch mehr Fragen offen bleiben als beantwortet.

Karpaty-Trainer Roman Sanzhar äußerte sich in einem Interview mit dem Portal zbirna.com über die Erkenntnisse aus dem Trainingslager und seine Erwartungen für die Rückrunde der laufenden Saison.

Nach der gestrigen Abstimmung des Lviver Stadtrats hat nun die Clubführung angekündigt, den genannten Bedingungen zuzustimmen. Welche Auswirkungen hat das, und womit ist als nächstes zu rechnen?

Wie bekannt wurde, wird sich der Stadtrat Lviv am 13. Februar in einer Sitzung wieder mit Karpaty Lviv befassen.

Der Direktor für die Entwicklung der Infrastruktur bei Karpaty, Oleh Soldatenko, äußerte auf seiner Facebookseite seine Version, warum Hryhorij Koslowskyj bei der Abstimmung im Stadtrat von Lviv offen gegen das Stadion-Projekt agitiert und gestimmt hatte. Wir erinnern uns, dass es letzte Woche im Stadtrat für diesen Antrag keine Mehrheit gegeben hatte, was angesichts der finanziellen Situation des Vereins zu großen Sorgen geführt hat.

Derzeit mangelt es ja nicht an immer neuen Nachrichten und Spekulationen, wie es mit Karpaty weitergehen soll. Schon gestern kam eine weitere hinzu, über der sich aktuell die Gemüter erhitzen. Was ist dran am Angebot von Rukh-Präsident Hryhorij Koslowskyj, durch das der Verein – seine Worte – gerettet würde?

Heute fand die Abstimmung im Stadtrat von Lviv zum Antrag statt, einen Teil des Geländes rund um das Stadion „Ukrajina“ langfristig zu Vorzugskonditionen an Karpaty Lviv zu verpachten. Die heutige Entscheidung gilt als richtungsweisend in der Frage, ob der Verein seinen weiteren Betrieb finanziell wird stemmen, und somit auch, ob er überhaupt weiter wird existieren können.

Keine Überraschung: Quellen aus dem Umfeld des Vereins zufolge steht Torwart Roman Pidkivka vor einem erneuten Abschied, dieses Mal wohl für immer.
